WE mit Berlin-Woman: die Wintersonnenwende und ihre Feste (ein Special für Weihnachtsmuffel/inen)

die blaue Stunde

Aufgang der Wintersonne über Berlin-Kreuzberg©Berlin-Woman
Aufgang der Wintersonne über Berlin-Kreuzberg©Berlin-Woman

Heute und morgen hat die Mittagssonne den niedrigsten Stand am Himmel. Am 21./22.12. gibt es die längste Nacht des Jahres. Doch tröstet euch, denn das ist die Wintersonnenwende, die astronomisch gesehen das neue Jahr und den Sommer einläutet. Sie steht für Wiedergeburt und Neubeginn. Aus dem Tag der Wintersonnenwende ging das christliche Weihnachtsfest hervor. Und so hat man den 21./22.12. gefeiert:

  • Bei den Germanen hieß die Wintersonnenwende Yule, und war das Geburtsfest der Sonne. Ihr Symbol war das Rad (jol), das brennend einen Abhang heruntergerollt wurde. Zu Ehren der Lichtgöttin Lucina entzündete man dann Kerzen und gedachte in den darauffolgenden 12 Rauhnächten der Verstorbenen.
  • Für die Kelten war die Wintersonnenwende eine Art Lebenswende. Am 24.12. fasteten sie, um den Körper zu entschlacken und die darauffolgenden 12 Rauhnächte mit mystischen und rituellen Bräuchen zu begehen.
  • Zur Wintersonnenwende verehrten die Römer den Sonnengott  Sol invictus als unbesiegbaren Beschützer. Vom 17.12.-01.01. feierten sie das Winterfest zu Ehren des Erntegotts Saturn. Dazu schmückten sie ihre Häuser mit Stechpalmen und Mistelzweigen. In dieser Zeit war jegliche Arbeit verboten.
  • In Vorderasien fiel die Wintersonnenwende auf die Geburt des Lichtgottes Mithras (Sol, Helios).

Im frühen Christentum wurde die Wintersonnenwende dem Apostel Thomas zugewiesen, der am längsten an der Auferstehung von Jesus Christus gezweifelt hatte.

Beginnen wir also jetzt schon mal mit dem Feiern und nehmen unverbesserlichen Weihnachtsmuffeln wie Carola Muysers von Berlin-Woman den Wind aus den Segeln!

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