Berlin-Women: Hedwig Woermann

Berlin-Women

Bild: www.galeriederpanther.wordpress.com
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Hedwig Woermann (01.11.1879-22.12.1960) ist eine deutsche Bildhauerin und Malerin. Die Hamburger Reederstochter wird 1899 Schülerin von Fritz Mackensen in Worpswede und trifft Paula Modersohn-Becker. In der Künstlerkolonie befreundet sie sich außerdem mit Ottilie Reylaender, Clara Rilke-Westhoff und Rainer Maria Rilke. 1901-03 studiert sie in Paris beim Rodin-Schüler Antoine Bourdelle. Danach begibt sie sich als freischaffende Bildhauerin nach Rom, wo sie 1903-08 lebt.

Hier begegnet sie Karl Hofer und heiratet Johann Jaenichen. 1909 zieht das Paar nach Paris, 1914 mit Ausbruch des 1. Weltkriegs kehrt es nach Dresden zurück. Woermann, die ihr gesamtes bildhauerisches Werk in Paris zurücklassen muss, beginnt zu malen, es entstehen Einzel- und Gruppenportraits. Die Künstlerin befreundet sich mit den führenden Dresdner Malern Otto Dix, Oskar Kokoschka und Conrad Felixmüller, 1917 hat sie ihre 1. Solo-Ausstellung in der Galerie Emil Richter. Das Paar siedelt 1921 nach Wustrow um. Studienreisen nach Amerika, Asien und Afrika beeinflussen Woermanns Malerei in den Jahren. Auch beherrscht die Künstlerin die Technik der Seidenmalerei, die sie in Rollbildern umsetzt und damit international bekannt wird.  1927 wird sie Mitglied im „Verein Berliner Künstlerinnen“ und stellt dort aus. 1928-31 unterhält die Künstlerin ein Atelier in Paris, 1932-36 lebt sie in Buenos Aires. 1945 überlebt sie den mit ihrem Mann gemeinsam verübten Suizid, 15 Jahre später stirbt sie verarmt in Wüstrow. Hedwig Woermann ist eine Vertreterin der Neuen Sachlichkeit mit einer starken dekorativen Ausprägung.

Hewdig Woermann ist eine Künstlerin der Galerie Panther.

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