Berlin-Women: Clara Rilke-Westhoff

Berlin-Women

Paula Modersohn-Becker, Clara Rilke-Westhoff, 1905, Kunsthalle Hamburg, Bild: en.wikipedia.org
Paula Modersohn-Becker, Clara Rilke-Westhoff, 1905, Kunsthalle Hamburg, Bild: en.wikipedia.org

Clara Rilke-Westhoff (21.11.1878-09.03.1954) ist eine deutsche Bildhauerin. Bereits mit 17 besuchte sie die private Malschule von Fehr/Schmid/Reutte und lernte bei Bernhard Buttersack in Haimshausen/München. Ein Studium an der Kunstakademie war ihr als Frau in dieser Zeit verwehrt. 1898 schloss sie sich der damals avantgardistischen Künstlerkolonie Worpswede an und wurde Schülerin von Fritz Mackensen. Hier lernte sie ihre Lebensfreundin Paula Modersohn-Becker kennen und  entwickelte sie sich zu einer professionellen Bildhauerin.

1899 studierte sie in Leipzig bei Max Klinger und Carl Seffner, um dann nach Paris an die Academie Julian und die École des Beaux Arts zu gehen. Auch wurde sie Schülerin von Auguste Rodin. Studienreisen führten sie nach Skandinavien, Ägypten, Holland und in die Schweiz. 1901 heiratete sie Rainer Maria Rilke, mit dem sie eine Tochter haben würde. Die Ehe schränkte ihre künstlerische Tätigkeit massiv ein, doch schuf sie eindrückliche Portraits von Heinrich Vogeler, Rilke und Paula Modersohn-Becker. 1902 begleitete die Bildhauerin Rilke nach Paris, danach folgten Aufenthalte in Rom (1903-04), Berlin (1906) und München (1911). Es entstanden Portraitbüsten prominenter Persönlichkeiten, wie Gerhart Hauptmann, Richard Dehmel, Ricarda Huch, Karl Wolfskehl, Alfred Schuler u.a. Nach einer langer Krisenzeit reichte Clara Rilke-Westhoff 1912 die Scheidung ein und ließ sich 1919 in Fischerhude nieder. 1927-29 besuchte sie die Malschule von Arthur Segal in Berlin. Ab da entstand parallel zur Bildhauerei auch ein umfassendes malerisches Werk. Zahlreiche Arbeiten befinden sich in Privatbesitz sowie in der Kunsthalle Bremen und der Kunsthalle Hamburg.

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