Berlin-Woman berichtet: Neues von der Frauenquote!

Die Frauenquote

Korsett auf Berlin-Woman

Ulrich Lehner, Werner Wenning, Wolfgang Mayrhuber, Paul Achleitner, Manfred Schneider, Helmut Perlet, Henning Kagermann, Klaus-Peter Müller, Karl Ludwig Kley, Gerd Krick und Igor Landau sind nicht die neue Nationalmannschaft sondern die 11 wichtigsten Männer der deutschen Wirtschaft. Sie alle haben diverse Aufsichtsratsposten und Mitgliedschaften in den Führungsgremien der größten Unternehmen inne. Mann trifft sich, spricht sich ab und entscheidet … bislang auch  über die Frauenquote „im Cockpit“.

18 % sind wir in den Dax-Unternehmen, 26,4 % in den führenden Unternehmen Deutschlands. Mit Simone Bagel-Trah haben wir 1 einzige Frau, die an der Spitze des Aufsichtsrats eines Dax gelisteten Unternehmens: Henkel, steht. Bislang konnte das Old Boy Network die androhende Frauenquote über eine freiwillige Selbstverpflichtung der Unternehmen beibiegen. Wir erinnern uns, schmachvoll lehnte der Bundestag in diesem April eine gesetzliche Frauenquote für Aufsichtsräte ab. Die Einführung der Quote ab 2020, also zum Sankt Nimmerleinstag blieb im Gespräch, was wir u.a. Ursula von der Leyen & der FDP zu verdanken hatten. Nun dreht sich der Wind, denn Union und SPD scheinen sich auf eine 30 % Quotenregelung zu einigen – sie soll 2017/18 in Kraft treten. Bis dahin gilt die flexible Quotenverpflichtung, wobei wir wissen, was dabei herumkommt. Ob das Gesetz nur börsennotierte oder auch andere Konzerne betrifft, wird aktuell in der Parlamentarischen Arbeitsgruppe für Gleichstellung mit Annette Widmann-Mauz (CDU) und Manuela Schwesig an der Spitze, verhandelt.

Vor 150 Jahren forderte Hedwig Dohm die 50/50-Quote. Eingezwängt in Korsetts, ohne Wahlrecht, ohne Zulassung zu den Unis und ohne Verfügungsgewalt über eheliche Konten, hatten die Frauen echt mehr Mumm als die heutigen Entscheider/innen! Berlin-Woman ist für die 50 % Quotenregelung – für Frauen & Männer!

Fortsetzung folgt.

Die Frauenquote auf Berlin-Woman

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