Berlin-Women: Hermione von Preuschen

Berlin-Women

Bild: www.ngiyaw-ebooks.org
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Hermione von Preuschen (07.08.1854-12.12.1918) verh. Schmidt. Preuschen-Telmann und Preuschen-Zitelmann ist eine Berlin-Woman und eine zu ihrer Zeit sehr berühmte deutsche Malerin und Autorin. Vielfach durchbrach die emanzipierte Künstlerin das weibliche Rollenklischee ihrer Zeit. So gilt sie als Erfinderin des „historischen Stilllebens“, auf dem sie Objekte mit historischen Symbolen kombinierte. Schlagartig berühmt wurde sie 1887,

als sie nach der Ablehnung ihres Gemäldes mors imperator durch die Jury der Akademie-Ausstellung eine öffentliche Präsentation in Eigenregie organisierte. Jede/r wollte das Bild sehen, das ein kaiserliches Gerippe zeigt und als Majestätsbeleidigung galt. 1869-1871 hatte sie Malerei an der Kunstakademie in Karlsruhe bei Hans Gude und Ferdinand Keller studiert. Danach ging es nach Paris und Rom, wo sie auch für längere Zeit mit ihrem 2. Ehemann, dem Schriftsteller Konrad Telmann lebte. Und weiter nach München mit einem eigenen Atelier. Hermione von Preuschen stellte international aus und war mit Theodor Storm, Paul Heyse, Lou Andreas-Salomé und der Kaiserin Friedrich befreundet. 1897 zog sie nach Berlin, 1908 in die Villa „Tempio Hermione“ in Berlin-Lichtenrade. Hier veranstaltete sie Ausstellungen mit Lesungen und widmete sich ihren Büchern: Novellen, Gedichtbände, Reiseberichte und ihre Autobiographie Der Roman meines Lebens. Zahlreiche abenteuerliche Reisen führten die Künstlerin durch Europa, die USA, nach Nordafrika und Asien. Hermione von Preuschen war 2 Mal verheiratet. Sie war Mitglied im Verein der Berliner Künstlerinnen, dem 1. Berufsverband bildender Künstlerinnen.

Aktuell zeigt die Galerie im Tempelhof Museum, Alt-Mariendorf 43, 12107 Berlin die Ausstellung: Hermione von Preuschen 1854 -1918, Künstlerin, Schriftstellerin, Reisende, Mo, Mi 10:00-16:00 Uhr, Di, Do 10:00-18:00 Uhr, Fr 10:00-14:00 Uhr, So 11:00-15:00 Uhr, Eintritt frei, bis 03.11.2013

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