Ankündigung auf Berlin-Woman: Die ehemalige Comfort-Woman Lee Ok-Seon kommt nach Deutschland, 29.08.-03.09.2013

kreative Unternehmer/innen

©Tsukasa Yajima
©Tsukasa Yajima

Lee Ok-Seon (*1927) stammt aus einer armen Familie im Südkoreanischen Busan. Schon mit 13 Jahren verdiente sie ihr Geld als Dienstmädchen in einem Hotel in Ulsan. 1942 wurde sie von einem Koreaner und einem Japaner gewaltsam entführt und nach Yanji, der heutigen Provinz Jilin in Nord-West China, verschleppt. Dort musste sie dem japanischen Militär 3 Jahre als Sexsklavin dienen. Sie ist eine der letzten überlebenden „Trostfrauen“, die Berlin-Woman letzten Winter in Korea besuchte. Jetzt kommt sie für eine Tour nach Deutschland, am 03.09.2013 ist sie in Berlin.

LEE Ok-Seon gehört zu den ca. 200.000 ehemaligen sogenannten „Trostfrauen“, die während des Asien-Pazifik-Krieges (1937-45) vom japanischen Militär nach China verschleppt und zur Sexsklaverei gezwungen wurden. Durch diverse medizinische Zwangsbehandlungen in der „Troststation“ wurde Lee Ok-Seon unfruchtbar, doch sie überlebte das Grauen. Ihren 1. Ehemann, einen zwangsrekrutierten Koreaner, verlor sie in den Kriegswirren. 10 Jahre später heiratete sie zum 2. Mal. Bis zum Jahr 2000, als sie endgültig nach Korea zurückkehrte, lebte sie in Yanji (China), mit dem Sohn ihres Ehemanns aus einer früheren Ehe. Trotz ihres schweren Schicksals hat Lee Ok-Seon niemals ihren Mut und ihre Zuversicht verloren. Sie wurde zu einer glühenden Menschenrechtsaktivistin. Dieses Engagement führt sie nun nach Deutschland, wo sie 29.08.-03.09.2013 an mehreren Orten über ihr Leben sprechen wird: Ich möchte, dass jeder weiß, welches Schicksal wir als ‚Trostfrauen‘ erleiden mussten. Diese schrecklichen Erlebnisse tragen wir bis heute in uns. Die Geschichte des ‚Trostfrauen-Systems‘ darf sich nicht wiederholen.

Die Stationen:

  • 29.08.2013 Darmstadt: „Vergesst nie was passiert ist“ – Sexuelle staatliche Gewalt als persönliches Schicksal, in Kooperation mit dem Landesverband der Evangelischen Frauen in Hessen und Nassau, Ort: Katharina-Zell-Haus, Erbacher Str.17, 64287 Darmstadt, Zeit: 18.00-21.00 Uhr
  • 30.08.2013 Köln: Matinee – geschlossene Gesprächs- und Presserunde mit medica mondiale
  • 30.08.2013 Köln: Fotopräsentation „Von Angesicht zu Angesicht“, in Anwesenheit der Zeitzeugin, Ort: Stiftung Asienhaus, Hohenzollernring 52 -50672 Köln, Zeit: 17.30-19.00Uhr
  • 31.08.2013 Bielefeld: Zeitzeugingespräch mit VertreterInnen von Frauen- und Menschenrechtsorganisationen, Ort: Am Ostbahnhof 1, 33607 Bielefeld, Zeit: 16.00 Uhr
  • 02.09.2013 Hamburg: „Trostfrauen“ – der Schlüssel zum Frieden im Asien-Pazifik-Raum, in Kooperation mit der KZ-Gedenkstätte Neuengamme und dem Asien Afrika Institut der Universität Hamburg, Ort: Uni Hamburg – Asien Afrika Institut, Raum 221, Edmund-Siemers-Allee 1 Ost, 20146 Hamburg, Zeit: 18.00 Uhr
  • 03.09.2013 Berlin: Kann man „Han“ (das unentrinnbare Schicksal) überwinden? Ein Versuch durch persönliche Begegnung, in Kooperation mit Korea-Stiftung und TU Berlin Center for Cultural Studies on Science and Technology in China, Ort: TU-Hauptgebäude, Straße des 17.Juni 135, Raum H-O107, Zeit:19.00 Uhr

Korea-Verband e.V., Ansprechpartnerin: Nataly Jung-Hwa Han, Rostocker Straße 33, 10553 Berlin, 030-3980 5984/5

Trostfrauen auf Berlin-Woman

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