Berlin-Woman berichtet: Resolution gegen sexuelle Gewalt im Krieg

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Berlin-Woman_UN_logoDer Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat am 24.06.2013 in einer Resolution bekräftigt, die Anstrengungen im Kampf gegen sexuelle Gewalt in Konflikten zu verstärken. Angewandte sexuelle Gewalt als Kriegswaffe soll in Zukunft intensiver dokumentiert und geahndet werden. Täter sollen nicht länger ungestraft davonkommen. Die 15 Mitglieder des Sicherheitsrates beschieden einstimmig die Resolution 2106. Gabi Helmchen vom Berlin-Woman-Team informiert:

Es ist bereits die 4. Resolution, die sexuelle Gewalt in bewaffneten Konflikten zum Inhalt hat. Seit 2008 beschäftigt sich der UN-Sicherheitsrat mit diesem Thema. Die Feststellung, dass es sich bei sexueller Gewalt in Konflikten um ein Verbrechen handelt,  sendet ein klares Signal an die Täter: Ihr Verhalten wird nicht ungestraft bleiben. Neu ist auch die konkrete Aufforderung an alle Mitgliedsstaaten, einen sofortigen und umfassenden Stopp aller Arten sexueller Gewalttaten in allen bewaffneten Konflikten umzusetzen. An der Debatte im Sicherheitsrat nahm auch die Schauspielerin und UNHCR-Sonderbotschafterin Angelina Jolie teil, die mit einem eindringlichen Appell die Mitglieder zum Handeln aufforderte. International wurde die Resolution begrüßt, es wurde jedoch auch Kritik laut: Neben der Verfolgung der Täter darf die Sicherheit der Opfer nicht vernachlässigt werden; Opfer benötigen Unterstützung; Frauen sollen bei den internationalen Friedensprozessen mehr einbezogen werden. Abzuwarten bleibt, wie die Mitgliedssaaten die Resolution 2106 umsetzen und wie die UN diese Umsetzung kontrollieren wird.

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