Berlin-Woman empfieht: Ausstellung zum Marianne Werefkin-Preis 2013, Galerie Pankow (mit Bildstrecke)

Berlin-Pankow

Heike Gallmeier auf Berlin-Woman
Heike Gallmeier, Kleines Fenster, 2012

Der Verein der Berliner Künstlerinnen ist der älteste deutsche Berufsverband bildender Künstlerinnen. 1867 mit den berühmtesten Künstlerinnen Europas gegründet setzt er bis heute auf die Kunstkarrieren von Frauen. Seit 1990 zeichnet er in Abständen jeweils eine herausragende Künstlerin mit dem Marianne Werefkin-Preis aus. Der diesjährige Preis ging an Caro Suerkemper, deren Arbeiten zusammen mit Werken der 10 anderen nominierten Kandidatinnen in der Kommunalen Galerie in Berlin-Pankow zu sehen sind. Berlin-Woman informiert, eine Bildstrecke gibt Einblick in die Ausstellung.

In den ansehnlichen Räumlichkeiten der Kommunalen Galerie in Berlin-Pankow bieten die 11 Künstlerinnen vom diesjährigen Marianne Werefkin-Preis Einblick in ein vielfältiges Schaffen. Alle Medien sind im Spiel, alle Sinne sind gefordert. Die scheinbar niedlichen Tonfigürchen der Bildhauerin und Gewinnerin Caro Suerkemper erwarten uns mit befremdlichen und obzönen Posen. Die „Bühnen-Bilder“ von Heike Gallmeier katapultieren unsere Blicke über Fundstücke, Fotografien, Alltagsmaterialien und performative Elemente vor und hinter die Bühnenkulissen. Auch die Massenbilder und Traummotive von Hannah Dougherty entführen uns in die bunte und zugleich entlarvende Motivwelt unserer eigenen Fantasie. Weiter zu den geschnürten Objekt- und Figurencollagen von Susanne Schirdewahn, bei denen uns das Lachen im Halse stecken bleibt. Die hier verwendeten Alltagsmaterialien könnten kaum bedrohlicher, ja bösartiger wirken. Die Kleiderobjekte von Yukiko Terada oszillieren zwischen Zerstörung und Neuordnung, aus ausgeschnitteten Stofffetzen sind neue Objekte und Bilder entstanden. Eigene Bilderwelten bieten die Arbeiten von Sabine Herrmann, die Farbtexturen entstehen läßt, von Michelle Jezierhi, die mit visuellen Raumüberlagerungen arbeitet, von Antje Neppach, die in plastischen Farbschichtungen elementare Daseinsformen erschließt und von Ricoh Gerbl, deren minimalistische Fotoszenen die Flüchtigkeit des Alltags offenlegen. Abschließend sehen wir die Totems aus Alltagsobjekten von Sofia Hulten und die Videos von Ursula Neugebauer, die im Phänomen des Verschleierns die körperliche An-und Abwesenheit im privaten und öffentlichen Kontext nachzeichnet. Die Ausstelllung geht bis zum 18.07.2013, am 18.07.2013 findet eine Veranstaltung mit der Preisträgerin und dem Vereinsvorstand statt. See you there!

  • Donnerstag, den 18.07.2013, 19:00 Uhr: Verein der Berliner Künstlerinnen – Profession ohne Tradition? Vortrag von Ute Gräfin von Hardenberg, Gespräch mit Ursula Neugebauer, Moderation: Annette Tietz

Bildergalerie: Suerkemper: Siegessäule. Dougherty: That´s how strong my love is. Schirdewahn: Fleischfrau Stella. Terada: Schwarzer Vogel – Weißer Vogel. Herrmann: Chaotic things. Jezierhi: Vessel. Neppach: Vogel. Gerbl: Anpassung V. Hulten: No No Nono No No. Neugebauer: Haare. (© bei den Künstlerinnen)

Marianne Werefkin-Preis 2013, Kommunale Galerie Pankow, Breite Str. 8, 13187 Berlin, Mo-Fr 12:00-20:00 Uhr, Sa/So 14:00-20:00 Uhr, bis 28.07.2013

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