Frauen in die Aufsichtsräte! Das FidAR-Forum V zur Frauenquote in den führenden Unternehmen

kreative Unternehmerinnen

Monika Schulz-Strelow (FidAR) und Peter Terium (RWE), Foto©Berlin-Woman
Monika Schulz-Strelow (FidAR) und Peter Terium (RWE), Foto©Berlin-Woman

Die gesetzliche Frauenquote würde unsere Arbeit, Wirtschaft und Gesellschaft maßgeblich verändern. Dessen war sich die konservative Mehrheit im Bundestag allzu sehr bewusst und lehnte am 18.04.2013 den Gesetzesentwurf ab. Im Wahlkampf und bei der Selbstverpflichtung der DAX-Unternehmen ist die Frauenquote weiterhin Thema. Dazu lud das 5. FidAR-Forum (Frauen in die Aufsichtsräte) am 27.06.2013 ein. Mit den Vorstandsmitgliedern, Aufsichtsrätinnen und Mitstreiterinnen wurde die Lage diskutiert. Das Fazit: Schneller, Größer, Besser war gestern! Wir brauchen eine neue, genderorientierte Unternehmenskultur. Berlin-Woman berichtet.

Mit dem Berechnungstool Women-on-Board-Index hat das FidAR-Forum (Frauen in die Aufsichtsräte) eine transparente und stets aktuelle Dokumentation des Anteils der Frauen in den Aufsichtsräten und Vorständen der Börsen notierten Unternehmen entwickelt. Demnach tummeln sich aktuell in den Aufsichtsräten 17,2 %, in den Vorständen 6 %, macht insgesamt 11,6 %. Das sind deutliche wie wandlungsfähige Zahlen. Denn mit jedem Weg- bzw. Zugang einer Frau auf den Führungsetagen ändern sich die Konstellationen. Was trägt die freiwillige Selbstverpflichtung der großen Konzerne dazu bei? Die RWE (Vorstandssprecher Peter Terium) arbeitet gerade an einem neuen Unternehmenskonzept und setzt auf Diversity und Gender in der Innen- und Außenwirkung des großen Energieanbieters. Frauen, so der O-Ton – sind die besten Kunden der Energiewirtschaft. VW (Elke Heitmüller, Frauenförderung) und die Telekom (Stefanie Kreusel, Aufsichtsrat) bemühen sich verstärkt um die Rekrutierung von kompetenten Frauen im eigenen Betrieb. Instrumente sind Mentoringprogramme und die Forcierung der Elternzeitregelung für Väter. Offensichtlich liegt das Problem der weiblichen Führungskräfte nicht am Qualifikationsdefizit der Frauen, sondern an der mangelhaften männlichen Unternehmenskultur (Martina Schraudner, Fraunhhofer Gesellschaft, TU Berlin). Oftmals finden sich Frauen da nicht wieder und wollen schlicht und ergreifend nicht mitmachen. Das gilt genauso für die öffentlichen Unternehmen der Städte und Kommunen. Auch hier ist großer Bedarf an einem Good Governance (so Monika Kuban, Aufsichtsratsvorsitzende der HOWOGE Wohnungsbau GmbH und Helene Wildfeuer, Vorsitzende der dbb Bundesfrauenvertretung). Viel gibt es zu tun, um die Unternehmenskultur, -kommunikation und -karrieren für Frauen und für Männer humaner und die Frauenquote zur Selbstverständlichkeit zu machen. Let’s fight together!

WOB-Index

FidAR

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