Bavarian Women: die Ursulinen (die erste Frauenkooperative der Welt)

Bavarian-Women

Bild: www.liturgies.net
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Berlin-Woman grüßt euch von einem Kurzurlaub ins schöne Niederbayern. Hier suchte sie die typischen Bavarian-Women und fand sie bei den Ursulinen. Die Ursulinen unterhalten in Straubing ein Kloster, eine Schule und eine Bildungseinrichtung. 1535 von Angela Merici zu Ehren der Ursula von Köln gegründet sind die Ursulinen die älteste Frauengemeinschaft der Welt mit ganz besonderen Regeln.

Am 25.11.1535 versammelt Angela Merici in Brescia 28 junge Frauen um sich und gründet die Gesellschaft der Ursulinen.  Zwar leisten die Mitglieder ein Gelübde zur Einhaltung von Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam. Doch das Spezielle: Sie leben weiterhin in ihren Familien und treffen sich zum gemeinsamen Gebet, Gespräch, Studium und Unterricht. Damit schreibt Angela Merici die ersten eigenständigen Regeln für die Frauenbildung und -förderung fest. Das gesellschaftliche Ansehen der Ursulinen wuchs zunehmend und ihre Aufgaben wurden immer verantwortungsvoller. Sie unterwiesen Mädchen im Katechismus, betreuten Waisenmädchen und gaben Elementarunterricht in Lesen, Schreiben, Rechnen und Handarbeit. Schnell verbreiteten sich die Ursulinen, gründeten 1639 ein Kloster in Köln. Heute gibt es 34 Niederlassungen in Deutschland. Berlin-Woman besichtigte die Ursulinenkirche in Straubing, die von den berühmten Barockarchitekten Egid Quirin und Cosmas Damian Asam errichtet wurde. Auf den Kirchengemälden entdeckte sie eine Bildsprache, die nicht von den üblichen männlichen Göttern und Herrschern bestimmt ist. Auf den Altargemälden stehen die schützenden, fördernden und starken Gründerinnen, Angela Merici und die Hlg. Ursula von Köln, im Mittelpunkt. Angela Merici, die Berlin-Woman bereits vorgestellt hat, war übrigens eine der ersten Mediatorinnen und Beraterinnen angesehener Persönlichkeiten überhaupt. So schlichtete sie Streitigkeiten der Patrizierfamilien Sala und Martinengo, suchte das Gespräch mit dem Markgrafen Luigi von Castiglione und beriet den Mailänder Militär Francesco Sforza.

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