Berlin-Women: Katja Petrowskaja

Berlin-Women

Bild: www.srf.ch
Bild: www.srf.ch

Am 21.03.2013 las Katja Petrowskaja in der Kreativagentur „Komet“ von Berlin-Woman.  Sie stellte ihr Essay über das russische Kinder- und Jugend-Pionierlager „Orlionok“ am Schwarzen Meer vor und fesselte das Publikum mit ihren vielschichtigen Beobachtungen der postsowjetischen Kultur. Jetzt hat die Schriftstellerin den Ingeborg-Bachmann-Preis erhalten. Wir gratulieren herzlich und stellen Katja als Berlin-Woman vor.

Katja Petrowskaja (03.02.1970) ist eine ukrainisch-deutsche Schriftstellerin und Journalistin. Die Mutter von 2 Kindern lebt seit 1999 in Berlin. Für ihren Roman Vielleicht Esther erhielt sie am 07.07.2013 in Klagenfurth den mit 25.000 € dotierten Ingeborg-Bachmann Preis. Die Autorin wuchs in Kiew auf und ging nach der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl mit ihrer Familie nach Deutschland. Katja Petrowskaja studierte Literaturwissenschaft und Slawistik an der Universität Tartu in Estland und 1994/95 an der Standford University und Columbia University in den USA. 1998 promovierte sie an der Uni Moskau. Sie schreibt für die russische Zeitschrift snob, die NZZ und die taz  und unterhält seit 2011 in der FAZ die Kolumne die west-östliche Diva. 2010 hatte sie das Grenzgänger-Stipendium der Robert-Bosch-Stiftung, mit dem sie die Fotografin Anita Back ins postsowjetische Kinder- und Jugend-Pionierlager Orlionok begleitete und ein Essay verfasste. 2013 hatte sie ein Stipendium des Künstlerhauses Ahrenshoop. Auf Einladung von Hildegard Elisabeth Keller nahm sie dieses Jahr am 3tägigen Lese-Wettbewerb für den Ingeborg-Bachmann-Preis teil. In ihrem preisgekrönten Roman geht es um die Geschichte ihrer jüdischen Urgroßmutter in Kiew, die 1941 von deutschen Soldaten verschleppt und beim Massaker in Babij Jar ermordet wurde. Der Roman, in dem die Autorin authentische Personen und Geschehnisse mit märchenhaften Ereignissen vermischt, wird kommendes Jahr bei Suhrkamp erscheinen. Der Ingeborg-Bachmann-Preis ist einer der höchstdotierten Literaturpreise im deutschsprachigen Raum. Er wurde 1976 zum Gedenken der aus Klagenfurth stammenden Schriftstellerin Ingeborg Bachmann gegründet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.