Berlin-Women: Marianne Brandt

Berlin-Women

Bild: www.fh-zwickau.de
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Marianne Brandt, geb. Liebe (01.10.1893-18.06.1983) ist eine deutsche Designerin, Malerin, Bildhauerin und Fotografin. 1911 studierte sie an der freien Zeichenschule und 1913 an der Kunsthochschule in Weimar. Letzte war eine der wenigen Akademien, die bereits zu dieser Zeit Frauen aufnahmen. Hier lernte die Designerin ihren späteren Ehemann Erik Brandt kennen und hatte in der Galerie Gerstenberger ihre erste Ausstellung. Nach einem Aufenthalt in Norwegen und Paris nahm sie 1923 ein Studium am Bauhaus auf. Dort studierte sie bei Josef Albers, Laszlo Moholy-Nagy, Paul Klee und Wassily Kandinsky. Noch als Studentin übernahm sie die kommissarische Leitung der Silberschmiedewerkstatt und entwarf Beleuchtungskörper für das Bauhausgebäude. Basierend auf den Grundformen: Kugel, Zylinder und Würfel entwickelte sie ihre spezielle Designsprache. Auch experimentierte die Künstlerin mit der Fotografie, in der sie  sich mit Verzerrungen, ungewöhnlichen Perspektiven und dem Prinzip der Collage beschäftigte. 1929 war sie für Inneneinrichtung und Möbel im Architekturbüro von Walter Gropius tätig, machte ihr Diplom und wurde im Anschluss in der Entwurfsabteilung der Metallwarenfabrik Ruppelwerk in Gotha engagiert. In der Nazizeit erhielt sie nur wenige Aufträge und lebte bei ihren Eltern in Chemnitz. 1949 wurde sie Dozentin an der Dresdner Hochschule für Werkkunst und 1951-54 am Institut für industrielle Gestaltung der Kunsthochschule in Berlin-Weißensee. 1953/54 betreute sie die Ausstellung Angewandte Kunst der DDR in China. Am 18.06.1983 starb sie hochbetagt, dieses Jahr war ihr 30. Todestag.

Marianne Brandt

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