WE mit Berlin-Woman: Auf zum Luisenbad – der Pankeradweg durch den Berliner Norden

die blaue Stunde

Bild: Kalenderblatt 336, www.br.de
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Gesundbrunnen, wo liegt denn das? Bislang wurde der Bezirk gleich neben Berlin-Wedding vom Berlin-Hype verschont. Wenn wir dort nicht gerade wohnen, gibt es für uns keinerlei Anlass, uns nach Berlin-Gesundbrunnen zu begeben. Oder etwa doch? Berlin-Woman meint ja, denn Berlin-Gesundbrunnen hat 1 Geheimtipp, den wir uns auf dem Pankerad- und -wanderweg erschließen können.

Kaum zu glauben, Berlin besaß einen eigenen Kurort. 1748 wurde die eisenhaltige Quelle entdeckt, und nachdem ihre Heilkraft durch den Chemiker Andreas Sigismund Marggraf bestätigt war, baute der Hofapotheker Heinrich Wilhelm Behm das Bad aus. Es sollte wie Bad Freienwalde und Bad Pyrmont werden. Der Standort: Berlin-Gesundbrunnen, Badstr. 38/39! Die Quelle wurde mit Backsteinen eingefasst, es gab ein Brunnenhäuschen mit Rundbogenfenstern und eine ausgedehnte Gartenanlage mit Bade- und Trinkhäusern. Das Logierhäuschen fasste bis zu 40 Kurgäste, die sich die Linderung ihrer chronischen und rheumatischen Krankheiten und Augenleiden verschafften. Die Heilquelle füllte jährlich 1.000 Wannenbäder. Auch der Preußenkönig kurte hier. Und nach einem Besuch der Preußenkönigin Luise im Jahr 1799 durfte sich das Gesundbrunnen-Bad Luisenbad nennen. Bis die Quelle 1882 beim Kanalisationsbau unglücklicherweise zugeschüttet wurde und versiegte, florierte der Berliner Kurort. Heute sind die verbliebenen Bauten an der Ecke Bad-/Travemünder Straße zu finden. Das Hauptgebäude wurde vom Architektenpaar Chestnut/Nies zur Bezirksbibliothek ausgebaut. Das Luisenbad liegt auf dem Pankerad- und -wanderweg, den Berlin-Woman für euch getestet und für empfehlenswert befunden hat. Habt einen schönen Ausflugstag!

Pankerad- und -wanderweg: Ab Naturkundenmuseum an der Panke entlang. Der Weg führt teilweise an beiden Flußseiten entlang. Sehr schön ist die Strecke ab dem Luisenbad Badstraße/Travemünder Str. durch den Bürgerpark zum Schlosspark Niederschönhausen. Dort kann man lückenlos auf den Fernradweg Berlin-Usedom überwechseln und hat: freie Fahrt.

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