Berlin-Women: Anna Oppermann

Berlin-Women

Bild: www.leuphana.de
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Anna Oppermann (18.02.1940-08.03.1993) ist eine deutsche bildende Künstlerin und eine Hauptvertreterin der Konzeptkunst und der Arte Povera. Sie studierte 1962-68 an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg und Philosophie an der Universität Hamburg. Danach arbeitete sie freischaffend in der Hansestadt. 1976 und 1978 lehrte sie als Gastprofessorin an der Hochschule für bildende Künste Hamburg, 1982-1990 als Professorin an der Bergischen Universität Wuppertal und bis 1993 an der UdK Berlin. Die Künstlerin war mit dem Künstler Wolfgang Oppermann und danach mit dem Hamburger Juristen Herbert Hossmann verheiratet. Die Mutter eines Sohnes fasste ihre Kunst als im Raum ausgebreitete Bild- und Denkprozesse auf. Teilweise entstanden Ensembles aus mehreren 100 Leinwänden, Fotos, Zeichnungen, Objekten und Schrifttafeln zu den Themen Realität und Fiktion, gesellschaftliche Konflikte, Ökonomie und Künstlerkult. Die Künstlerin war auf den großen Kunstschauen, u.a. der documenta 6 (1977), Biennale Venedig (1980), Biennale Sydney (1984) und der documenta 8 (1987) vertreten. Anna Oppermann wurde mit dem Edwin-Scharff-Preis Hamburg und dem Villa Romana Preis Florenz augezeichnet und erhielt das Stipendium Cité Internationale des Arts Paris und das Barkenhoff-Stipendium in Worpswede. Ihre Werke befinden sich im Rathaus Hamburg-Altona, im Sprengel Museum Hannover, im Museum of Contemporary Art Sydney, im P.S.1 New York, im La Maison Rouge Paris (2004), im Museum für Gegenwartskunst, Siegen, in der Sammlung Falckenberg, und der Villa Arson Nizza. Mit zahlreichen Retrospektiven und Ausstellungsbeteiligungen wird Anna Oppermann auch posthum geehrt. Aktuell zeigt die Galerie Barbara Thumm frühe Arbeiten der Konzeptkünstlerin.

Anna Oppermann, Das Frühwerk, Galerie Barbara Thumm, Markgrafenstrasse 68, 10969 Berlin, Di-Sa 11:00-18:00 Uhr, bis 07.09.2013

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