Für eine gewaltfreie Kommunikation! Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis, Bitte – ein paar Tipps nach Marshal B. Rosenberg

kreative Unternehmer/innen

Bild: www.teddy-versand.de
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„Laß uns heute was unternehmen“. „Ach nö, ich möchte Fußball gucken“. „Schon wieder? Nie machst du was mit mir, nie hast du Zeit für mich.“ „Na hör mal, gestern waren wir Pizzaessen.“ „Ja, und immer in derselben blöden Pizzeria. Nie gehen wir woanders hin …“ Eine bekannte Szene, die damit enden wird, dass sich die Partner/innen unverstanden fühlen und sich schmollend in die Ecke verziehen. Nicht nur in der Liebe, auch im Büro und im alltäglichen Miteinander gibt es solche Situationen.

Ihren Ursprung haben sie in der lebensentfremdeten Kommunikation, in der die Gesprächspartner/innen keine Verantwortung für ihre Gefühle und Handlungen übernehmen. Das kann schlimme Folgen nach sich ziehen. Eine einfache und wirkungsvolle Methode, um sich daraus zu befreien, ist die gewaltfreie Kommunikation. Marshal B. Rosenberg hat sie in den 1960er Jahren entwickelt und erfolgreich in der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung und in politischen Krisengebieten in der ganzen Welt eingesetzt. Die gewaltfreie Kommunikation ermöglicht es, einen Kommunikationsfluss im persönlichen, beruflichen und politischen Bereich herzustellen, aufrecht zu halten und darüber mehr Vertrauen und Lebensfreude zu gewinnen. Rosenberg spricht auch von einer Sprache des Herzens oder der Giraffensprache. Die Giraffe ist das Symboltier der gewaltfreien Kommunikation. Grundvoraussetzung der gewaltfreien Kommunikation ist die Empathie. Sie hilft, ehrlich und klar unsere Gefühle und Bedürfnisse zu benennen und zuzuhören. Die Praxis erfolgt in 4 Schritten:

1. Beobachtung: Zunächst schauen wir uns die Handlung und Situation an und beschreiben sie für uns. Wertfrei, nicht interpretierend, nicht negativ. Die Beobachtung löst ein

2. Gefühl aus, das sich im Körper bemerkbar macht. Das Gefühl benennen wir, und das führt uns zu dem

3. Bedürfnis, das wir in der Handlung und Situation haben. Bedürfnisse sind allgemeine Qualitäten, wie Sicherheit, Verständnis, Kontakt oder Sinn. Die Bedürfnisse sind der Weg zu einer kreativen Lösung für alle Beteiligten. Die Kunst ist es, sie als

4. Bitte zu formulieren. Sie sollte sich auf konkrete, gegenwärtige Handlungen richten. Wünsche, so unterscheidet Rosenberg, richten sich auf Zustände oder zukünftige Ereignisse. Sie überfordern schnell und haben weniger Chancen auf Erfolg. Mit einer Bitte aber sagen wir, was wir konkret wollen.

Ist eine Problemlösung in der Kommunikation nicht möglich, empfiehlt Rosenberg, für den eigenen Schutz zu sorgen, um weitere Verletzungen zu vermeiden. Daraus kann dann die erneute Bereitschaft zum Kontakt entstehen.

Berlin-Woman wünscht euch eine erfolgreiche, lustvolle und schöne Kommunikation!

gewaltfreie Kommunikation

Forum gewaltfreie Kommunikation Berlin

Bees & Butterflies, Artists in (e)Motion. Agentur für kreative Unternehmen

Ein Gedanke zu „Für eine gewaltfreie Kommunikation! Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis, Bitte – ein paar Tipps nach Marshal B. Rosenberg

  1. hallo liebe carola,

    sehr interessant.
    wie würde denn die gewaltfreie kommunikation bei dem eingangsbeispiel aussehen?

    liebe grüße
    helen

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