Pro Quote auf Berlin-Woman: Die Bundestagsaktion „Spitzenfrauen fragen Spitzenkandidaten“ am 17.05.2013

Pro Quote

Pro Quote auf Berlin-Woman Die Ablehnung der gesetzlichen Frauenquote durch den Bundestag am 18.04.2013 schreckt die Quotenbewegung nicht ab. Im Gegenteil haben sich nun die führenden Frauenverbände zusammengetan. Am 17.05.2013 konfrontierten die Verbandspräsidentinnen 5 Spitzenpolitiker/ innen der Bundestagsparteien mit der Frage: Wann kommt die Quote? Peer Steinbrück (SPD), Ursula von der Leyen (CDU), Heinrich Kolb für Rainer Brüderle (FDP), Sarah Wagenknecht und Katrin Göring-Eckardt (DIE LINKEN und Bündnis 90/DIE GRÜNEN) standen Rede und Antwort.

Die Vertreterinnen des Deutschen Ärztinnenbundes, des Deutschen Ingenieurinnenbundes, des Deutschen Juristinnenbundes, des Deutschen LandFrauenverbandes und der Pro Quote Medien, der Pro Quote Medizin, von FidAR, EWMD und erfolgsfaktor FRAU statteten 5 Spitzenpolitiker/innen einen „Quotenbesuch“ ab. Die größten Zugeständnisse machte – verständlicherweise –  Kanzlerkandidat Peer Steinbrück (SPD). Seine Partei will bis 2017 die 40 % Quote für Aufsichtsräte und Vorstände einführen. Dem folgte Ursula von der Leyen, die als stellvertretende CDU-Parteivorsitzende den Fortbestand der Flexi-Quote unterstrich. 2020 soll dann ein Wechsel zu einer festen 30 % Quote für die Aufsichtsräte mit Sanktionen bei Nichteinhaltung erfolgen. Keine Quote gibt es bei der FDP, wo man die Beschneidung der unternehmerischen Freiheit befürchtet. Frauen sollten nicht aufs Sonnendeck gehievt werden, solange sich im Maschinenraum nichts ändert, bemühte Heinrich Kolb in Vertretung von Heiner Brüdele ein Zitat der Bundesfamilienministerin Kristina Schröder. Sarah Wagenknecht und Katrin Göring Eckardt (DIE LINKEN, Bündnis 90/DIE GRÜNEN) sehen sich als Verfechterinnen der Frauenquote. „Ich bin gerne Quotenfrau“, betonte gar Göring-Eckardt. „Es wird eine Frau niemals irgendwohin gewählt, nur weil sie eine Frau ist. Und schon gar nicht bleibt sie nur deswegen in einer Spitzenposition.“ Die Spitzenpolitiker/innen haben einiges versprochen, das sie jetzt und auch nach der Wahl einhalten müssen. Das geschieht im Visier der Frauenverbände, die weiterhin scharf beobachten, kommentieren und einfordern werden. Ihr Schulterschluss ist eine breitenwirksame, politische Kraft, die keine/r unterschätzen sollte.

Die Pro Quote auf Berlin-Woman

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