Auch Akademikerinnen networken seit 100 Jahren! IFUW – International Federation of University Women

kreative Unternehmerinnen

Berlin-Woman: IFUW_logo1919 gründeten amerikanische und britische Professorinnen, die „International Federation of University Women“ (IFUW). Die Gründerinnen verfolgten 2 Ziele. Zum einen wollten sie eine weibliche Bildungselite schaffen. Denn nur Frauen unterstützten Frauen im Akademiebetrieb. Zum anderen wollten sie die Völkerverständigung voranbringen. Gerade nach dem I.Weltkrieg konnten sich Frauen leichter international austauschen und verbinden. 1926 wurde die IFUW auch in Deutschland aktiv. Gabi Helmchen vom Berlin-Woman-Team erinnert:

Kurz nach seiner Gründung 1926 tritt der Deutsche  Akademikerinnenbund der IFUW bei. Gemeinsam eröffnen sie in Berlin  ein „Studentinnentagesheim“ in Uninähe. Hier können Studentinnen zwischen den Vorlesungen arbeiten, ruhen und diskutieren. Viele ausländische Gäste gehen ein und aus. Aber schon im ersten Jahr der Naziherrschaft, 1933, findet die fruchtbare internationale Zusammenarbeit der Akademikerinnen ein Ende. Jüdische Mitglieder werden ausgeschlossen. Die IFUW hilft verfolgten Wissenschaftlerinnen und ermöglicht vielen eine neue Existenz in England und den USA. Nach dem II.Weltkrieg verändert sich die Situation der IFUW: Die männlichen Akademiker verdrängen die Frauen aus dem Wissenschaftsbetrieb. Erst in den 1970er Jahren entstehen neue fachliche Netzwerke, die Wissenschaftlerinnen profitieren von der aufkommenden neuen Frauenbewegung. Heute unterstützen Internet und Globalisierung die Akademikerinnennetzwerke. Zur Erinnerung an die Anfänge der IFUW hat Dr. Christine von Oertzen (MPI für Wissenschaftsgeschichte Berlin und Historisches Seminar der TU Braunschweig) eine Datenbank mit 241 Biografien von Wissenschaftlerinnen erstellt. Berlin-Woman dankt herzlich für dieses Engagement!

Datenbank Internationaler Netzwerke von Akademikerinnen

Deutscher Akademikerinnenbund e.V.

International Federation of University Women (IFUW)

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