Technical Textiles – strickende Hackerinnen worldwide, dank Open Source

Berlin-Wedding

Berlin-Woman: Fabienne Serrière
Fabienne Serrière mit Schals
© gabi helmchen

Frau nehme eine alte Strickmaschine, tausche das Floppydisk-Laufwerk gegen ein wenig Technik, verbinde Alles mit einem Computer, und schon ist eine Computer-gesteuerte-Strickmaschine entstanden. Ganz so einfach ist das zwar nicht. Aber das Internet bietet tatsächlich Anleitungen zum „Strickhacken“. Abrufbar sind sie über Open Source, wo sie vielfach geprüft und ständig weiter entwickelt werden. Im April fand das Mini-Event „technical textiles“ im „etib (Electronic Textiles Institute Berlin)“ in Berlin-Wedding statt. Gabi Helmchen vom Berlin-Woman-Team war mit dabei.

Die Organisatorin der technical textiles, Fabienne Serrière (*1979) lebt seit 7 Jahren in Berlin. Sie studierte Mathematik und Musik, arbeitet als Systemadministratorin und ist mit Leidenschaft Hackerin. Ihr Credo „Ich baue das, was ich brauche!“ meint sie wörtlich. Ob eine interaktive Massagecouch, ein Minigewächshaus für Orchideen, ob kleine Antennen für den Wetterbericht via Satellit oder eben gehackte Strickmaschinen. Alles ist legal, darauf legt Fabienne großen Wert. In der HackerInnenszene ist sie sehr gefragt, dort entwickelt und veröffentlicht sie ihre Software-Programme. Einige 100 „Hackende StrickerInnen“ produzieren weltweit Kunstwerke, Designermodelle oder Gebrauchsgegenstände. Davon konnten wir uns beim Event „technical textiles“ überzeugen. Übrigens: in den abgebildeten Schal investierte Fabienne Serrière ca. 2-3 Std. Software-Entwicklung, 8 Std. an der Maschine und 5-6 Std. Handarbeit. Berlin-Woman sagt: Hut ab und weiterhin gutes Gelingen!

Fabienne Serrière

etib (Electronic Textiles Institute Berlin)

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