Verräterinnen, enttäuschte „Architektinnen“ und Hausverbot für Berlin-Woman. Ein Nachtrag zur Frauenquote im Bundestag am 18.04.2013

Pro Quote

Berlin-Woman wartet vergeblich auf Einlass in den Bundestag, ©Berlin-Woman
Berlin-Woman wartet vergeblich auf Einlass in den Bundestag, ©Berlin-Woman

2 Jahre haben Ekin Deligöz (Bündnis 90/Die Grünen), Cornelia Möhring (Die Linken), Dagmar Ziegler (SPD), Rita Pawelski (CDU), Dorothee Bär (CSU) und Sibylle Laurischk (FDP) investiert, um die Abstimmung über die gesetzliche Frauenquote in den Bundestag zu kriegen und durchzusetzen. Dann fiel ihnen die Verbündete Ursula von der Leyen in den Rücken. Und Berlin-Woman kriegte am Tag der Entscheidung Hausverbot im Bundestag.

Kurz vor der Plenumssitzung im Bundestag hörten wir es „through the grabevine“. Die Union mit der Bundesarbeitministerin würde nun doch geschlossen gegen die gesetzliche Frauenquote stimmen. Und nicht nur das: Sie will die Forderung einer 2020 inkrafttretenden Gesetzesreglung in ihr Wahlprogramm aufnehmen. Demnach würde die Frauenquote erst 2040, also zum Sanktnimmer-Leyens-Tag erreicht sein. Stiefmutti Kristina und Stiefomi Angie reiben sich die Hände, und die falsche Hlg. Ursula stockt ihr Sündenregister auf, indem sie sich weiterhin als Kämpferin für die „Frauenquote“ ausgibt. Damit hat Schwarzgelb eine unserer stärksten Waffen im Kampf um die Gleichberechtigung eliminiert und die Vision eines breitenwirksamen Wandels unserer verkrusteten Gesellschaft sauber vom Tisch gewischt. Passend dazu erhielt Berlin-Woman, die mit und für die Pro Quote in der Reichstags-Bannmeile eine Fahne ausbreitete und Schokoladentäfelchen (Herrenschokolade) verteilte, Hausverbot mit Androhung eines Anhörungsverfahren. Doch das nimmt sie in Kauf! Unerschrocken wird sie den Kampf um Gerechtigkeit, Freiheit, Geld und Glück für uns Frauen auf Landes-, Stadt- und Bezirksebene weiter mitkämpfen.

Pro Quote, keep on fighting!

Die Rede von Dagmar Ziegler zum Abschluß der Bundestagsdebatte über die Frauenquote am 18.04.2013

Die Frauenquote auf Berlin-Woman

Ein Gedanke zu „Verräterinnen, enttäuschte „Architektinnen“ und Hausverbot für Berlin-Woman. Ein Nachtrag zur Frauenquote im Bundestag am 18.04.2013

  1. es ist einfach unfassbar, was da passiert ist.
    und dann höre ich in diskussionen mit einigen merkbefreiten damen immer wieder, das sie (die merkbefreiten damen) auch nicht so an die quote glauben, es wäre ja auch kein unterschied ob banken von gierigen männern oder gierigen frauen geführt würden.
    ne schon klar …
    auch diese ideen fallen der wirklichen emanzipation in den rücken, nicht nur die muttis und omis aus dem bundestag mit ihren falschen blonden heiligen.

    ansonsten berlin-woman: gut gemacht.
    wir kämpfen weiter!

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