Berlin-Woman ermittelt: Der Oster-Tatort am 01.04.2013 in der ARD

kreative Unternehmerinnen

Bild: journalistencafe.wordpress.com
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Ja ich übe, ja ich bemühe mich, ja ich schaffe es! Seit Till Schweiger überwinde ich meinen Widerwillen und klinke mich Sonntagabends in die Öffentlich Rechtlichen ein. Denn dort bietet die ARD ein wöchentliches Produkt feil, das mittlerweile rund 30 % Medienmarktanteile erwirtschaftet: TATORT, die Krimiserie des vergangenen und aktuellen deutschen Jahrtausends. Letzten Ostermontag konsumierten 9,3 Mio Zuschauer/innen „Macht und Ohnmacht“ nach dem Drehbuch von Dinah Marte Golch und Edward Berger. Ich kostete ebenfalls und

kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Die ersten Minuten, in denen es bereits einen Todesfall, Gewalt, Bullensex und kollektives Bullenduschen gab, habe ich verpasst. War aber wohl auch nicht so appetitlich. Ich stieg ein, als das auf mich höchst greisenhaft wirkende messerscharfe Kommissarduo Batic (Miroslav Nemec) und Leitmayr (Udo Wachtveitl) durch ihre auf mich höchst schmuddelig wirkende handelsübliche Polizeistation turnten und zum Tod eines Kollegen ermittelten. Dann gab es 2 weitere Todesfälle, oder waren es 3? Die Story spielte im auf mich höchst fahlgraugrün wirkenden typischen Münchner Bullenmilieu. Eigentlich sollten die auf mich höchst debil wirkenden coolen Kolleg/innen Matteo (Emilio De Marchi), Georg (Sascha Alexander Gersak) und Iris (Sonsee Neu) für Recht und Ordnung sorgen. Stattdessen pöbelten, prügelten und soffen sie genauso wie die, denen sie dann die Handschellen anlegten. Das machte der auf mich höchst schleimig wirkende tolle Carlo (Michael Fitz) auch nicht wett, dessen Comeback offenbar seit 6 Jahren sehnlichst erwartet wurde. Wieso eigentlich, denn nicht nur die Computerkenntnisse des Ex-Bullen mit Wellness-Tempel in Thailand waren auf dem Stand von 2007. Die Nebenstory: ein auf mich höchst sanft wirkender gattinprügelnder Anwalt wurde dann zur Hauptstory. Oder habe ich da was nicht richtig verstanden? Wenn wir es genau nehmen, gab es überhaupt keine Filmerzählung sondern nur Frust – den auf mich höchst hässlich wirkenden Lippenherpes der Bullin Iris und das auf mich höchst klischeehaft wirkende blau gehauene Auge der Anwaltsgattin inklusive. Das soll der neue Tatort-Realismus sein? Berlin-Woman ermittelt weiter.

Ein Gedanke zu „Berlin-Woman ermittelt: Der Oster-Tatort am 01.04.2013 in der ARD

  1. Lass uns doch am nächsten Sonntag mal zusammen ermitteln bzw. schauen, vielleicht beim PUBLIC-TATORT-Viewing. Ich wüßte schon wo. Herzliche Grüße von Sa-Biene alias Peperonata alias Frl. Schneiderlein!

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