Her mit den Professorinnen! Das PP-Förderprogramm des Familienministeriums (und seine Defizite)

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Chefin-Parkplatz auf Berlin-Woman
© Gabi Helmchen

Es ist überall das gleiche Bild. Ob in den Medien, in der Wirtschaft, im Gesundheitswesen oder an den Hochschulen: zu wenig Frauen in den Führungspositionen. Aber es gibt einen wesentlichen Unterschied: Der Missstand an den Hochschulen soll durch das PP-Förderprogramm „von ganz oben“ behoben werden. Gabi Helmchen und Carola Muysers berichten:

An den deutschen Universitäten sind 19 % der Professuren mit Frauen besetzt. Zu wenig, weshalb das Familienministerium über die Fördermaßnahme PP=Professorinnen-Programm bis 2012 die Einrichtung ranghoher Unistellen für Frauen ermöglichen wollte. Reichten Hochschulen ein Konzept zur Gleichstellung ein, erhielten sie einen Zuschlag, über den sie bis zu 3 Professorinnen neu berufen konnten. So entstanden 260 Stellen in Höhe von insg. 150 Mio. €. Doch längst nicht alle deutschen Unis beteiligten sich, der Frauenmangel in der universitären Führungsriege bleibt eklatant. Nun soll eine Neuauflage des Programms bis 2017 Abhilfe leisten. Das Ministerium sieht bereits hunderte von Stellen mit Frauen besetzt. Eine schöne Vorstellung, die nur leider ausblendet, dass 2/3 aller Forscherinnen bislang Kinderlosigkeit zugunsten der Unikarriere in Kauf nehmen mussten und Wissenschaftlerinnen mit Kinderwunsch auf eine Unikarriere verzichteten. Wenn die Hochschulen nicht die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessern, wird sich auch am Frauenmangel in der Professorenschaft nichts ändern. Berlin-Woman fordert: mehr Förderung & familienfreundliche Bedingungen an den Universitäten!

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