Berlin-Woman zum Stand der Dinge: Free Pussy Riot – der Kampf geht weiter

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Pussy RiotsZum 2. Mal ist die Berufung von Nadeschda Tolokonnikowa und Maria Aljochina abgelehnt worden. Die beiden inhaftierten Künstlerinnen der „Pussy Riot“ Punkband hatten vor dem Moskauer Stadtgericht Revision ihrer Verurteilung gefordert. Seit August 2012 sitzen sie ihre 2jährige Haftstrafe wegen „religiösen Rowdytums“ ab. Ihre Tat: ein 41 Sekunden dauerndes Punk-Gebet gegen das Putin-Regime in einer Moskauer Kirche. Zum Stand der Dinge:

Die Punkband Pussy Riot ist seit Oktober 2011 aktiv. Im Vorfeld des Putin Wahlkampfes trat sie in unterschiedlichen Formationen und mit verschiedenen Protestaktionen an die Moskauer Öffentlichkeit. Die beteiligten Künstlerinnen verfechten die Gleichstellung der Geschlechter, die Demokratie, Meinungsfreiheit und die Menschenrechte, die sie unter der Führung Wladimir Putins massiv verletzt sehen. Am 21.02.2012 führten sie ein Punk-Gebet zur Vertreibung Putins in der Moskauer Christi-Erlöser-Kirche auf. Das dort gedrehte Youtube-Video wurde 600.000 mal angeklickt, woraufhin 3 mutmaßliche Initiatorinnen ohne konkrete Beweise inhaftiert und unter weltweiten Protesten von der Russisch-Orthodoxen Kirche erfolgreich zu 2 Jahren Lagerhaft verklagt wurden. Im Oktober 2012 wurde Jekaterina Samuzewitsch auf Bewährung entlassen, bis heute sitzen Nadeschda Tolokonnikowa und Maria Aljochina ein, letztere in Isolation in einem Gefängnis in Perm. 46 % der Russen halten die Strafe für gerechtfertigt, die der Westen als krasse Menschenrechtsverletzung verurteilt. Die Künstlerinnen sind im August 2012 erstmals in Berufung gegangen, die Ablehnung erfolgte im Oktober. Nun ist auch ihr 2. Vorstoß gescheitert. Als nächstes folgt der Gang vor den Obersten Russischen Gerichtshof. Darüber hinaus liegt dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eine Klage vor. Amnesty International erkannte die beiden Inhaftierten als politische Gefangene an, Yoko Ono verlieh ihnen den Lennon-Ono-Friedenspreis 2012. Hingegen stößt die Nominierung von Pussy Riot für den Luther-PreisDas unerschrockene Wort“ 2013 in Kreisen der Evangelischen Kirche auf Wiederstand. Die Punkband hätte nicht im Sinne Luthers gehandelt. Wie unerschrocken muß Frau in Wittenberg denn noch sein, fragt sich Berlin-Woman und wird weiter berichten!

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