Berlin-Women: Urania (125jähriges Jubliäum)

Berlin-Women

Urania

Eine Frau mit Himmelsglobus, Zirkel, Zeigestab und Fernrohr. Die Urania ist eine vieldeutige Frauengestalt aus der Mythologie. Ihr Name leitet sich von Uranos, dem Himmel in Göttergestalt, ab. In der griechischen Mythologie ist die Urania Muse der Sternenkunde und Venus Urania, die Göttin der reinen, himmlischen Liebe. Ebenso wird ihr Name den führenden Göttinnen: Hera, Artemis, Hekate, Nemesis und Hebe zugeordnet. Urania ist die Tochter der Nymphe Thetis und des Gottes Oceanos. In der Spätantike wies man ihr den Fixsternhimmel zu.

Zahlreiche wissenschaftliche Zeitschriften und Einrichtungen wählten den Namen „Urania“. So auch die „Berliner Urania“, die am 03.03.1888 als erstes Science-Center Europas gegründet wurde. Die Idee war, auch dem Laien-Publikum die Wissenschaften zu vermitteln. Die „Väter“ der Berliner Urania sind Wilhelm Foerster, ein Schüler von Alexander von Humboldt und Direktor der Universitätssternwarte, und der Astronom Wilhelm Max Meyer. Sie riefen die Aktiengesellschaft „Urania“ ins Leben und führten sie dank prominenter Unterstützer und Sponsoren – darunter der Großunternehmer Werner von Siemens – zum Erfolg. Der Plan, die Urania als wissenschaftliches Theater publik zu machen, ging auf. Das erste Gebäude mit einem Theater und einem physikalischen Kabinett lag in der Invalidenstraße in Berlin-Mitte. Hier fanden spektakuläre Versuchsvorführungen, wie z.B.  zu den Röntgenstrahlen sowie Vorträge von weltberühmten Wissenschaftlern statt. Nach dem Niedergang im 2. Weltkrieg wurde die Urania 1953 neu gegründet und erhielt 1963 ihren heutigen Bau in Berlin-Schöneberg. Heute feiert die Urania ihr 125jähriges Jubiläum mit einem großen Festakt. Spezielle Jubiläumsvorträge und -events gibt es über das ganze Jahr verteilt.

Urania, Kleiststr. 13-14, 10787 Berlin

Das Jahresprogramm zum Urania-Jubiläum

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