WE mit Berlin-Woman: Die Liebe, und wieder einmal die Liebe!

Die blaue Stunde

Aphrodite auf Berlin-Woman
antike Vasenmalerei: Aphrodite & Eros, Museum Collection: Museum of Art, Rhode Island School of Design, New York City, USA, Bild: theoi.com

Die Liebe, was ist das eigentlich? Ganz einfach, wenn man der antiken Philosophie Glauben schenkt. Dort unterscheidet man zwischen Eros: der sinnlich-erotischen Liebe inkl. Begehren und begehrt sein wollen, Philia: der Freundesliebe mit gegenseitiger Anerkennung und dem Respekt, und schließlich Agapé: der selbstlosen Nächstenliebe. Hinzu kommen die Göttergestalten, Aphrodite und Eros, Venus und Amor, in denen man die Liebe verehrt. Fertig!

Ganz so simpel ist es in unserer Zeit nicht mehr, wovon schon die neuen, emanzipierten Frauen aus den 1920er Jahren „ein Lied zu singen wussten“. Als Texterinnen, Komponistinnen und Musikerinnen hinterließen sie zahlreiche witzige, tiefsinnige, kluge und wahre Songs über die Liebe. Zur blauen Stunde gibt es auf Berlin-Woman einen von 1927, der zum Superhit und Teil der fantastischen Filmmusik in „der Dritte Mann“ wurde, vielleicht kennt ihr ihn ja. Henry Love (08.07.1895-15.03.1976) komponierte „Das alte Lied“, den Text verfasste Fritz Löhner. Erst vorgestern Abend sang es Evelin Förster, die uns vor ausverkauftem Haus ihr wunderbares Buch „Die Frau im Dunkeln. Autorinnen und Komponistinnen des Kabaretts und der Unterhaltung von 1901 bis 1935“ präsentierte. Berlin-Woman wünscht euch ein schönes WE!

Frühling verwehet und Sommer entflieht, niemals die Lieb, die im Herzen mir glüht.

Niemals der Schmerz, der tief die Seele erfasst, dass du so wortlos verlassen mich hast.

Das alte Lied, es ist ja nur das alte Lied.

Die Liebe kommt, die Liebe geht. Die Träne fließt zu spät.

Mir ist so weh, wenn ich Dein Bild im Traume seh‘.

Warum lässt Du mich so allein, so einsam sein?

Sei Du nicht traurig, denn mir ist so bang, wenn Deine Seele wie meine so krank.

Reich mir zum Abschied nur noch einmal die Hand. Liebe und Leid sind einander verwandt.

Das alte Lied …

gespielt von Anton Karas in „der dritte Mann“ (1949)

und hier singt es Marlene (1951)

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