Internationaler Tag: „Null-Toleranz gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung“, 06.02.2013

Charity

Rakieta Sawadogo-Poyga klärt über Genitalverstümmelung auf.
Rakieta Sawadogo-Poyga klärt über Genitalverstümmelung auf. © Foto: Regine Bouédibéla

Weltweit werden 300 Mädchen pro Stunde an den Genitalen beschnitten. TERRE DES FEMMES engagiert sich seit 3 Jahrzehnten gegen diese Menschenrechtsverletzung. In Deutschland leben ca. 20.000 betroffene Frauen, über 5.000 Mädchen sind der Gefahr ausgesetzt, genitalverstümmelt zu werden. Der Internationale Tag „Null-Toleranz gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung“ jährt sich heute zum 10. Mal. Gabi Helmchen berichtet.

Weltweit sind 150 Mio. Frauen und Mädchen an ihren Genitalien verstümmelt. Meist werden die äußeren weiblichen Genitalien teilweise oder vollständig entfernt, und das ohne Narkose. Die Betroffenen leiden ihr Leben lang an den körperlichen und seelischen Folgen dieser Gewalt. Doch viele Eltern halten an der Praxis fest, da sie die gesellschaftliche Ausgrenzung ihrer Tochter befürchten. Es erfordert viel Mut, sich gegen das tabuisierte Thema der weiblichen Genitalverstümmelung zu stellen. Dezember 2012 wurden die UN-Mitgliedsstaaten dazu aufgefordert, Maßnahmen zur Überwindung dieser Menschenrechtsverletzung zu ergreifen. Dazu gehören: ein gesetzliches Verbot, landesweite Sensibilisierungskampagnen sowie Präventionsmaßnahmen. Aber auch in Deutschland muss die Resolution umgesetzt werden. Bis jetzt gibt es keine ärztliche Meldepflicht oder die Anerkennung der Folgen weiblicher Genitalverstümmelung durch die Krankenkassen. Berlin-Woman teilt die Einschätzung von Waris Dirie (Aktivistin, Modell, Autorin, Betroffene): „Female genital mutilation has nothing to do with culture, tradition or religion. It is torture and a crime. Help us to put an en to this crime.“

weitere Infos auf Berlin-Woman

TERRE DES FEMMES

Hintergründe und Handlungsempfehlungen

Waris Darie: STOP FGM NOW

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