Berlin-Women: Elisabeth Ney

Berlin-Women, Gedenktage

Friedrich Kaulbach, Elisabeth Ney, 1860, Landesmuseum Hannover
Friedrich Kaulbach, Elisabeth Ney, 1860, Landesmuseum Hannover, Bild: Katalog Elisabeth Ney 2008

Elisabeth Franziska Bernhardina Wilhelmina Ney (26.01.1833-29.06.1907) ist eine deutsch-amerikanische Bildhauerin. Weltweit gilt sie als eine der ersten bildhauerisch tätigen Frauen, die sich auf dem Kunstmarkt behaupteten. In der Steinmetzwerkstatt ihres Vaters Adam Ney entstand ihr Wunsch, Künstlerin zu werden.

1852 ging die 19Jährige an die Kunstakademie in München und wechselte 1854 nach Berlin in die Werkstatt von Christian Daniel Rauch. Ein Stipendium ermöglichte ihr das Studium bei diesem führenden Künstler der Berliner Bildhauerschule. Nach dessem Tod übernahm sie seine Aufträge und eröffnete ein eigenes Studio. Sie portraitierte Schopenhauer, König Georg V., Ludwig II., Bismarck, Joseph Joachim, Varnhagen von Ense und andere Berühmtheiten der Zeit. Ab 1868 lebte Ney in München und unterhielt eine Beziehung mit dem schottischen Mediziner Edmund Montgomery. Das Paar lebte zunächst in „wilder Ehe“, es unternahm Reisen nach Ägypten, Griechenland, in die Türkei und Italien. Nach ihrer Eheschließung wanderten sie 1871 in die USA aus und ließen sich in Houston/Texas nieder. Bis 1883 widmete sich Elisabeth Ney der Erziehung ihrer beiden Söhne und eröffnete dann ein Bildhauerstudio. Eine zweite Schaffensperiode setzte ein, in der sie u.a. Standbilder-Aufträge für die Weltausstellung in Chicago 1893 ausführte. Noch mit 70 Jahren war die Künstlerin aktiv und fertigte eines ihrer Hauptwerke, Lady Macbeth an. Neys Atelier ist heute das Elisabeth-Ney-Museum, in dem ein Großteil ihrer Werke ausgestellt ist. Darüber hinaus befinden sich Büsten und Skulpturen in den Museen in Berlin, Hannover, München, Weimar und Göttingen.

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