Berlin-Women: Hannah Arendt

Berlin-Women

Die bekannte Filmemacherin Margarethe von Trotta hat einen Spielfim über Hannah Arendt mit Barbara Sukowa in der Hauptrolle gedreht. Ein gegebener Anlass, um die Berlin-Woman und politische Philosophin Hannah Arendt  (1906-1975) vorzustellen. Hannah Arendt widmet sich Zeit ihres Lebens dem Thema: Ursprung und Mechanismus der totalitären Herrschaft und des Antisemitismus.

Sie wächst in einer jüdischen Familie in Königsberg auf und beschäftigt sich schon als 14jährige mit Philosophie. Ab 1924 studiert Hannah Arendt Philosophie, Theologie und Griechisch in Marburg, Freiburg und Heidelberg bei Heidegger, Husserl und Jaspers, bei dem sie 1928 promoviert. Mit Heidegger verbindet sie eine kurze, unglückliche Liebesbeziehung. 1929 heiratet sie den Publizisten und Journalisten Günther Stern (Pseudonym: Günther Anders). Es geht nach Berlin, wo sie 1930 ihre Biografie über Rahel Varnhagen verfasst. 1933 verhaftet die Gestapo die Gelehrte kurztfristig, das Paar emigriert daraufhin nach Paris und trennt sich. Bei ihrer politischen Tätigkeit für jüdische Hilfsorganisationen lernt sie 1936 ihren späteren Mann, den Journalisten und KPDler Heinrich Blücher kennen und setzt sich mit marxistischen Theorien auseinander. 1940 wandert sie nach New York aus. Dort arbeitet sie für die deutsch-jüdische Wochenzeitung „der Aufbau“, wird verlegerisch tätig und lehrt an zahlreichen renommierten Unis. Die vielfach Ausgezeichnete bekleidet auch Professuren: 1963-67 an der Uni Chicago und bis 1975 an der New School of Social Research in New York. Bei einem Europa- und Deutschland-Aufenthalt 1949/50 zeigt sie sich erschüttert über die mangelnde Aufarbeitung der Vergangenheit. Sie reicht Anträge auf Wiedergutmachung und eine Verfassungsklage ein und erhält ½ Mio. DM Entschädigung. 1961 berichtet sie über den Eichmann-Prozess in Jerusalem. Ihre These von der „Banalität des Bösen“ erregt großes Aufsehen. Hannah Arendt setzt sich nicht mit der Frauenfrage auseinander, sie wehrt sich gegen den Presserummel um ihre Berufung als eine der ersten Professorinnen. Zeit ihres Lebens versteht sie sich als einzelgängerische Denkerin in einer Männerwelt.

Der Film „Hannah Arendt“ in den Berliner Kinos 

Ein Gedanke zu „Berlin-Women: Hannah Arendt

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