Berlin-Women: Ulrike Rosenbach

Berlin-Women

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Ulrike Rosenbach (* 1943) ist Bildhauerin und eine international gefeierte Medienkünstlerin. 1964-70 studierte sie an der Kunstakademie Düsseldorf bei Karl Bobeck, Norbert Kricke und Joseph Beuys, bei dem sie ihre Meisterschülerin machte. Danach nahm sie ihre Tätigkeit als freischaffende Künstlerin auf und trat mit Videos, Performances und Aktionen im Rahmen der Happening- und Fluxusszene an die Öffentlichkeit.

Sie gründete mit Klaus von Bruch und Marcel Odenwald die Produzentengruppe ATV. Ihre Aktionen, die sie schlagartig berühmt werden ließen, führten sie in die Stadträume von New York, London, Venedig, Wien u.a. In ihrer Video-, Performance- und Medienkunst entwickelte Ulrike Rosenbach einen gesellschaftspolitischen Ansatz mit feministischer Ausprägung. 1969 gründete sie ihre erste reine Künstlerinnengruppe. 1975/1976 hatte sie einen Lehrauftrag für feministische Kunst und Medienkunst am California Institute of Arts in Valencia, danach rief sie in Köln eine Schule für Kreativen Feminismus ins Leben. Sie unterrichtete an der Hochschule der Künste Berlin, den Kölner Werkschulen, der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien u.a.. 1989-2007 war sie Professorin für Medienkunst an der Hochschule der Bildenden Künste Saar. Die Gabriele Münter-Preisträgerin (2004) war neben zahlreichen internationalen Einzelschauen auf renommierten Kunstausstellungen präsent, so auf der documenta 1977 und 1987. Ulrike Rosenbach, deren Kunst tradierte Weiblichkeitsbilder hinterfragt, richtet ihren gegenwärtigen Arbeitsschwerpunkt auf die Einheit von Mensch, Geist und Natur in einer Zeit des Wertewandels und -verlustes. Als Präsidentin der Bundes GEDOK eröffnete die Künstlerin letzten Samstag die neue GEDOK GALERIE Berlin. Berlin-Woman war mit dabei und wurde wieder einmal von Jan Sobotka aufgenommen, der zum Event eine tolle Bildstrecke für seine exklusive Foto-Website catonbed erstellte.

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