Weihnachten mit Berlin-Woman: koreanisches Reisetagebuch, Teil 3

die blaue Stunde

die Comfort-Woman Kim Hak-Soon sagt am 14.08.1991 gegen Japan aus © Berlin-Woman

Liebe Freund/innen, liebe Leser/innen, zu den Feiertagen bringen wir eine Serie über die spannende Projektreise nach Korea zum Thema „Comfort-Women„,  die Berlin-Woman 08.-17.12.2012 unternommen hat. Eine Bildstrecke ist mit dabei.  Habt eine gute Zeit!  

Teil 3: 11.12.2012 Seoul ist ein Moloch aus Hochhäusern, hinter denen spitze Hügel aufragen. Wir haben einen Termin im „War & Women´s Human Rights Museum“, das das Netzwerk „Korean Council“ vor einem Jahr eröffnet hat und die Geschichte der Comfort Women vorstellt. Dort sind die Dokumente zur staatlich organisierten Zwangsprostitution durch Japan im 2. Weltkrieg präsentiert: Namens- und Ortslisten über die Verschickung der Mädchen und jungen Frauen, „staatlich verordnete“ Kondome, Gutscheine zum Bordellbesuch und nicht zuletzt die Zeugenaussagen und Biografien der Betroffenen. Da sind Video-und Tonband-Aufzeichnungen der mutigen Kim Hak Soon, die am 14.08.1991 eine Pressekonferenz im Fernsehen gab und als erste öffentlich erklärte, was ihr als „Comfort-Woman“ angetan worden ist. Diese Frau sagte gegen die japanische Regierung aus, die in der Zeit erneut ihre Verantwortung für dieses unsagbare Kriegs- und Menschenrechtsverbrechen von sich wies. Wir sehen uns auch eine Comic-Animation an, die die Geschichte einer anderen ehem. Comfort-Woman erzählt. Aus der Sicht der verschleppten und missbrauchten jungen Frau macht er das komplexe Thema anschaulich. Alles das berührt mich sehr, immer wieder kämpfe ich heimlich mit den Tränen.

Fortsetzung folgt

das koreanische Reisetagebuch

Ein Gedanke zu „Weihnachten mit Berlin-Woman: koreanisches Reisetagebuch, Teil 3

  1. Danke für den spannenden Bericht!
    Zwei kleine Korrekturen: Der Name der Zeitzeugin wurde unter dem Foto falsch geschrieben. KIM Hak-Soon (im Text selbst wurde sie richtig zitiert.)
    Ich würde die DVD nicht als Manga-Comic bezeichnen – wir in Asien verstehen darunter einen völlig anderen Stil, daher schlage ich hier vor, sie einfach eine Animation zu bezeichnen.

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