ProQuote-Regelung auch im Gesundheitswesen – so und nicht anders!

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„Bund und Länder unterstützen Bemühungen der medizinischen Hochschulen und Universitätsklinika, die Ärztinnenanteile in den von Medizinern dominierten Schwerpunktgebieten und Leitungspositionen zu erhöhen.“ Stammt dieser Satz etwa von Familienministerin Christina Schröder? Nein, es ist eine Empfehlung aus dem Bericht der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK). Gabi Helmchen vom Berlin-Woman-Team berichtet über die Quotenregelung im Gesundheitsbereich.

Diese Empfehlung auf Erhöhung des Ärztinnenanteils in den medizinischen Institutionen und Einrichtungen wurde am 05.07.2004 ausgesprochen. Ein deutlicher Aufruf zur freiwilligen Selbstverpflichtung. Wie weit ist diese nun gediehen? Am Beispiel der Ärztinnenquote können wir direkt überprüfen, ob und wie die von Kristina Schröder so vehement verteidigte freiwillige Selbstverpflichtung funktioniert. Denn die Ärzteschaft hatte 8 Jahre Zeit, die Frauenquote anzuziehen. Hier der Vergleich: „Während … nahezu gleich viele Frauen wie Männer in einem medizinischen Fach promoviert werden, erreicht nur ein Bruchteil des weiblichen Ausgangspotenzials eine Führungsposition“, konstatierte der BLK 2004. Dem steht folgende aktuelle Statistik des Deutschen Ärtinnenbundes e.V. (DÄB) gegenüber: „Nur rund 26 % der Leitungsfunktionen in deutschen Krankenhäusern werden aktuell von Frauen besetzt, der Anteil der Chefärztinnen wird auf 8 bis 10 % geschätzt. ( … ) Liegt der Frauenanteil bei den Doktoranden bei über 50 %, so sind Ärztinnen bei der Habilitation gerade mal noch mit 20 % vertreten.“ (Pressemitteilung des DÄB vom 06.09.2012). Der Beweis liegt auf der Hand: Bei einer freiwilligen Selbstverpflichtung tut sich kaum etwas.

Eine feste gesetzliche Quotenregelung muss her, und das nicht nur im Gesundheitswesen!

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