Berlin-Women: Sabine Lepsius

Berliner Secessionistinnen

Sabine Lepsius, Selbstportrait 1885, Nationalgalerie Berlin, Foto: en.wikipedia.org

1898 wurde die „Berliner Secession“ gegründet, die nicht nur in der Kunst modern war. Von Anfang an galten Künstlerinnen als vollgültige Mitglieder. Zu diesen Spitzenreiterinnen der Moderne gibt es in der „Liebermann-Villa“ nun eine Sonderausstellung. Und auf Berlin-Woman eine Serie. Hier ist Nr. 4: Sabine Lepsius, die bekannte Berliner Portraitmalerin.

Sabine Lepsius, geb. Graef  (1864-1942) ist eine deutsche Portraitmalerin. 1898 wurde sie Mitglied der Berliner Secession. Ihr Bruder ist der Kunsthistoriker und Archäologe Botho Graef, ihre Mutter die Malerin Franziska Graef, ihr Vater der Bildnismaler Gustav Graef. Ursprünglich wollte die Malerin Komponistin werden. Nach einer ersten künstlerischen Ausbildung beim Vater entschied sie sich 1884 für die Kunst. Sie besuchte 1884-86 das Berliner Schülerinnen-Atelier von Carl Gussow. In dieser Zeit entstand ihr Selbstportrait, auf dem sie sich als selbstbewusste, professionelle Künstlerin präsentiert. Ihr Weg führte sie weiter nach Italien, wo sie 1887-89 im römischen Künstlerhaus Mengarini wohnte und arbeitete. Hier traf sie ihren späteren Mann, den bekannten Maler Reinhold Lepsius. 1890-91 ging sie nach Paris, um in der Académie Julian und bei Lefèbre und Constant zu studieren. 1892 heiratete sie Reinhold Lepsius. Das Paar zählte zum Kreis der Berliner Modernen um Max Liebermann und Max Slevogt. Sabine Lepsius führte 1895-1910 einen Salon, in dem sich Wissenschaftler, Literaten und Künstler trafen, darunter Georg Simmel, Wilhelm Dilthey, August Endell und Rainer Maria Rilke. Sie war Anhängerin und Freundin des Dichters Stefan George, den sie 1898 portraitierte und mit dem sie einen regen Briefwechsel führte. Ab 1900 unterhielt die Mutter von 3 Kindern ein Frauenmalatelier. 1904 trat sie auf dem Internationalen Frauenkongress in Berlin auf. Sabine Lepsius stellte auf zahlreichen Ausstellungen aus, ihre Werke befinden sich u.a. im Berlin Museum, in der Berliner Nationalgalerie, im Städelschen Kunstinstitut in Frankfurt/M.

Frauen der Secession – Käthe Kollwitz, Sabine Lepsius, Dora Hitz und Clara Siewert, Liebermann-Villa, Colomierstr. 3, 14109 Berlin, Mo 10:00-18:00, Di geschlossen, Mi 10:00-18:00 Uhr, Do und So 10:00-19:00 Uhr, Fr-Sa 10:00-18:00 Uhr, 4/6 €, 25.11.2012-04.03.2013

7 Gedanken zu „Berlin-Women: Sabine Lepsius

  1. Hello theге, just beсame аwаге of your
    blоg through Goοgle, and found that it is really іnfοrmative.
    I will be grateful if you continue this in future. Many people will be benefited from your writing. Cheers!

  2. I’m not that much of а internеt
    гeader to be honest but уοuг sites reаlly nice,
    kеep it up! I’ll go ahead and bookmark your site to come back down the road. Many thanks

  3. I am sure this piеcе of ωriting haѕ touchеd all the internet viеwers, іts гeally rеаlly pleasant aгticle on building up
    new web ѕite.

  4. I think thіs іs among the such a lot signifіcant іnfo foг me.

    Аnԁ i am satіsfied гeading your article.

    Нoweveг wanna obsеrѵation on
    some normаl things, The web site style іs gгeat, the artісles іs truly nіce : D.
    Јust right job, cheers

    Fеel fгeе to surf to my blog post; Trilastin Review

  5. Amаzing! Its truly remаrκable pіece οf writіng,
    I have got much cleаг idea on the topic of frοm this ρiece of writіng.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.