„Gewalt kommt nicht in die Tüte. Sag, was du nicht willst.“ Kampagne der Berliner Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten

Charity

Jede 4. Frau in Deutschland wird ein Opfer häuslicher Gewalt. Dass Gewalt auch in jungen Paarbeziehungen eine nicht unwesentliche Rolle spielt, findet in unserer Gesellschaft immer noch viel zu wenig Beachtung. Von daher rufen 3 Berliner Gleichstellungsbeauftragte auf zu: „Gewalt kommt nicht in die Tüte. Sag, was du nicht willst. Sexualität selbstbestimmt erleben“!

Opferverbände und Beratungsstellen warnen schon seit Jahren. Und aktuelle amerikanische und deutsche Studien liefern nun den Beweis. In Partnerschaften von Menschen unter 18 Jahren herrscht viel mehr Gewalt, als bislang angenommen. Beide Geschlechter zeigen Gewaltbereitschaft, um Gefühle, Liebe und Sexualität zu erzwingen. Die Gewaltäußerungen gehen von zwanghafter Eifersucht über Ohrfeigen, Nötigung zu nicht gewollten Sexulapraktiken bis hin zu Vergewaltigungen. Signifikant leiden die Betroffenen unter physischen und psychischen Beschwerden wie Depressionen, Stresssymptomen oder Angststörungen. Auch durch Cyber- und Handymobbing ist die körperliche und seelische Unversehrheit der jungen Menschen in Gefahr. Aus diesem Anlaß haben die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten der Bezirke Neukölln, Wilmersdorf-Charlottenburg und Reinickendorf zum Internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen am 25. 11.2012 die Kampagne „Gewalt kommt nicht in die Tüte. Sag, was du nicht willst“ gestartet. Kondompackungen mit dem Slogan werden in Schulen, Jugend- und Beratungseinrichtungen verteilt. Die Initiatorinnen und Ansprechpartnerinnen der Kampagne sind: Sylvia Edler, Gleichstellungsbeauftragte Neukölln, Brigitte Kowas, Frauenbeauftragte Reinickendorf, Christine Rabe, Gleichstellungsbeauftragte Charlottenburg-Wilmersdorf und Sybill Schulz, Geschäftsführerin/Fachliche Leiterin Familienplanungszentrum – BALANCE. Unterstützt wird die Kampagne vom Netzwerk Frauengesundheit Berlin, der Berliner Fachrunde „Quo Vadis Mädchenarbeit“ und dem Netzwerk behinderter Frauen e.V.

Kontakt: Brigitte Kowas, Gleichstellungsbeauftragte Berlin-Reinickendorf, Eichborndamm 215-239, 13437 Berlin, 030-90294 2309, Fax: 90294 6325, Brigitte.kowas@reinickendorf.berlin.de.

Sylvia Edler, Gleichstellungsbeauftragte Berlin-Neukölln, Karl-Marx-Straße 83, 12040 Berlin, 030 90239 3555, Fax: 90239 2445, Sylvia.edler@bezirksamt-neukoelln. de.

Sybill Schulz, Geschäftsführung / Fachliche Leitung Familienplanungszentrum Berlin – BALANCE, Mauritius-Center, Mauritius-Kirch-Str. 3, 10365 Berlin, 030 / 236 236 842, Fax: 030 / 236 236 849, sybill.schulz@fpz-berlin.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.