Kriegsverbrechen „Trostfrauen“ – Film- und Bildervortrag vom Berliner Korea-Verband, heute 16.11.2012

Berlin-Charlottenburg

Bild: Facebookseite der AG-Trostfrauen

„Trostfrauen“, das klingt so tröstlich und versöhnlich.  Tatsächlich verbirgt sich dahinter ein abgründiges Verbrechen im 2. Weltkrieg. Im Asien-Pazifik-Krieg verschleppte das japanische Militär unzählige junge Mädchen und Frauen und  zwang sie zur Prostitution.  Heute, den 16.11.2012 laden der Korea-Verband, die Hanin-Gemeinde und die AG „Trostfrauen“ mit Nataly Jung-Hwa Han und Tsukasa Yajima zu einer Veranstaltung im Haus der Kirche ein. In einer Filmdokumentation und einem Bildvortrag zeigen sie die Betroffenen, die bis heute um ihre Rehabilitierung kämpfen:

Trostfrauen“ (Ianfu) ist die japanische Bezeichnung von Mädchen und Frauen, die das japanische Militär im Asien-Pazifik-Krieg (1937-1945) entführt, interniert und vergewaltigt hat, teilweise über Jahre hinweg. Es sind etwa 200.000 Betroffene aus 13 Ländern. Seit dem Durchbrechen des 50jährigen Schweigens Anfang der 1990er Jahre fordern die Überlebenden eine Ernst zu nehmende Entschuldigung und Entschädigung von der japanischen Regierung. Seit über 20 Jahren protestieren die ehemaligen Trostfrauen und ihre Mitstreiter/innen jeden Mittwoch vor der japanischen Botschaft in Seoul in Korea. Die 1.000 Demonstration ist bereits erfolgt. Bis heute weigert sich Japan, das Kriegsverbrechen anzuerkennen. Es bleibt nicht mehr viel Zeit zum Handeln, die wenigen Überlebenden sind im hohen Alter. Die Leiterin des Korea-Verbands Nataly Jung-Hwa Han und der japanische Fotograf und Journalist Tsukasa Yajima berichten heute Abend zur Thematik. Sie zeigen:

  • den Dokumentarfilm You can never forget, never über den Kampf der betroffenen Frauen um ihre Rechte
  • einen  Bildvortrag über die historischen Ereignisse und die Relevanz der Versöhnung zwischen Japan und seinen Nachbarländern, die auf zivilgesellschaftlicher Ebene bereits große Erfolge verzeichnet hat
  • die Fotos und Liedaufnahmen der „Trostfrauen“, die Tsukasa Yajima während seines 3jährigen Aufenthalts im koreanischen „Haus des Teilens“ gemacht hat

Trostfrauen – der Schlüssel zu Vergangenheitsbewältigung, Frieden und Gerechtigkeit im Asien-Pazifik-Raum. Ein Informationsabend vom Berliner Missionswerk (BMW) und dem Korea-Verband, Haus der Kirche, Seminarraum 1+2 (1.Stock), Goethestr. 26-30, 10625 Berlin (U-Deutsche Oper/Wilmersdorfer Str.), 16.11.2012, 19:00 Uhr, Eintritt frei

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