„Die ersten Medienfrauen“, Nr. 4: Anna Politkowskaja – Serie von Berlin-Woman für die „Pro Quote“

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Bild: www.europarl.europa.eu

Übermorgen, am 17.11.2012 kapert der „Pro Quote“-Verein die TAZ. Thema ist die Forderung von 30 % Frauen in der Führungsriege der Medien bis 2017! Berlin-Woman ist mit dabei und unterstützt die „Pro Quote“ mit der Serie „die ersten Medienfrauen“. Nr. 4 ist keine Medienfrau der ersten Stunde, sondern eine unvergessliche Journalistin und Heldin: Anna Politkowskaja. Werdet Mitglied im „Pro Quote Verein“ und kauft die TAZ am 17.11.2012!

Anna Politkowskaja (1958-2006) ist eine russisch-amerikanische Journalistin, Reporterin, Autorin und Menschenrechtsaktivistin. Ihre Ermordung im Oktober 2006 in ihrem Moskauer Wohnhaus erregte weltweites Aufsehen. Anna Politkowskaja, die ihr Leben lang die US-amerikanische Staatsbürgerschaft hatte, stammte aus einer ukrainischen Diplomatenfamilie. Sie studierte Journalismus an der Moskauer Lomonossow-Universität, schloss 1980 ab und arbeitete 1982-93 u.a. für die russische Tageszeitung swesrija und die Zeitschrift Megapolis Ekspress. 1994-99 war die Mutter von 2 Kindern leitende Redakteurin und stellvertretetende Chefredakteurin der oppositionellen Wochenzeitung Novaja Gaseta. Ihre Recherchen richteten sich gezielt gegen die offizielle russische Berichterstattung. Hauptthema waren die Menschenrechtsverletzungen, Gewalt und Korruption in der Unruhe-Region Tschetschenien. Damit belastete die vom Westen preisgekrönte Journalistin die Putin-Regierung schwer. 2001 erhielt Anna Politkowskaja Morddrohungen, 2002 inhaftierte sie das russische Militär kurzzeitig. 2002 engagierte sie sich im Moskauer Geiseldrama im Dubrowka Musicaltheater, 2003 veröffentlichte sie ihr Buch Tschetschenien – Die Wahrheit über den Krieg. Ein Jahr später überlebte sie einen Giftanschlag während ihrer Anreise zum Schulgeiseldrama in Beslan. Am 07.10.2006 wurde sie erschossen, ihr Artikel über Folterungen in Tschetschenien stand kurz vor der Veröffentlichung. Der bis heute unaufgeklärte Mordfall wirft ein scharfes Licht auf die Pressezensur, die Gewaltherrschaft in Tschetschenien und das korrupte Rechtssystem in Russland.

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