Berlin-Women: Wislawa Szymborska

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Bild: youfightlikeannerice.blogspot.com

Anlässlich der 0 % Frauenquote der Nobelpreisverleihung in diesem Jahr bieten wir als Ausgleich eine Serie über die Nobelpreisträgerinnen. Heute stellt unsere Mitbloggerin Iwona Dadej Nr. 4: die Nobelpreisträgerin für Literatur von 1996, die Dichterin Wislawa Szymborska vor. Vielen Dank, Iwona!

Wislawa Szymborska (1923-2012) ist eine polnische Dichterin. Sie erhielt 1996 den Nobelpreis für Literatur. Das Preisgeld stiftete sie für einen internationalen Literatur- und Übersetzer/innenpreis, der nach ihrem Tod im Februar 2012 inkraft trat. Wislawa Szymborska studierte in Krakau Polonistik und arbeitete für mehrere Zeitungen als Redakteurin. Parallel dazu schrieb sie ihre eigenen Gedichte. Szymborska verfasste mehrere Gedichtbände, wie z.B. Hundert Freude, Ende und Anfang, Hier oder der posthum erschienene Band Es ist genug. Als Meisterin im spielerischen Umgang mit der Sprache schuf sie Hunderte von Limericks und Unsinnsgedichten. Auch brachte sie einen nicht allzu ernst zu nehmenden Ratgeber für zukünftige Dichter heraus. Ihre Texte wurden in über 40 Sprachen übersetzt und verbreitet, wobei die Übersetzer/innen nicht selten zu Freund/innen der Dichterin wurden. Szymborskas deutsche Übersetzer/innen sind Karl Dedecius und Renate Schmidgall. Wislawa Szymborska galt als „Mozart der Poesie“. Ihr „Denken war sehr kompliziert, ihre Sprache sehr einfach“. Die überzeugende Mischung aus Ironie und Humor brachte sie auch bei ihrer Rede zur Verleihung des Nobelpreises ein: „Angeblich ist der allererste Satz einer Rede der schwierigste. Nun, das habe ich schon hinter mir. (..) Ich denke, jegliche Unvollkommenheit ist leichter zu ertragen, wenn sie in kleinerer Dosis verordnet wird“.

Sinnbildlich für Szymborska ist das Video zum Gedicht „Geburtstag“, bei dem NürnbergerInnen Zeilen der Dichterin auf Polnisch sprechen, während im Untertitel die deutsche Übersetzung läuft.

Geburtstag

Selma Lagerlöf

Marie Curie

Bertha von Suttner

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