WE mit Berlin-Woman: „In der Ferne taucht der Oktopus“ von Ankalina Dahlem

die blaue Stunde

Ankalina Dahlem (*1968) ist bildende Künstlerin und Autorin. Sie studierte u.a. bei Jörg Immendorff und Stefan Balkenhol. 2001 erhielt sie den Tony-Merz-Preis, 2005 wurde sie für den Horst Jansen Graphik Preis nominiert. Zentrales Motiv ihrer Kunst sind schöne irritierende und skurrile Frauen. 2011 hat die Malerin ihren ersten Roman beendet, aktuell sind 8 Kurzgeschichten im B 3 Verlag, Frankfurt/M. erschienen. Die Texte sind fein ziselierte „Bilder“ über seltsame Wesen, Schönheit, Liebe und Tod. Hier eine Kostprobe zur blauen Stunde von Berlin-Woman:

„Der Oktopus ist scheu. Ich wollte ihn unbedingt fangen. Tauchte und tauchte immer wieder hinterher. Durch brausende Wellen, hoch wie Gebirge und gigantische Strudel, über klares Wasser und durch dunkleste Höhlen zog er mich. Bevor er im tiefsten Dunkel des Ozeans verschwand, ließ er mir von jedem seiner Fangarme eine Geschichte zurück“.  

Die 8 Erzählungen: 1. Der Mann vom Meer 2. In der geschwärzten Dunkelheit und in der Helle des Lichts 3. Wir kannten uns vom Sehen aus unserem gemeinsamen Wohnzimmer 4. Es war einer dieser typischen Sommertage 5. Es muss im Februar gewesen sein 6. Irma Berlin (und die Riesen) 7. Der Herzchirgurg Joseph Mandelrad 8. Meine Frau war sehr krank

Ankalina Dahlem, in der Ferne taucht der Oktopus, B 3 Verlag/Art Virus LTD., Markgrafenstraße 12, 60487 Frankfurt/M. 2012, ISBN 978-3-943758-73-3, 8,90 €

Ankalina Dahlem

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