Berlin-Women: Hilde Weström

Berlin-Women

Hilde Weström beim Richtfest Planufer 75/76, Berlin-Kreuzberg 1952; Foto: Günter Machus, app.art-compass.de

Hilde Weström (*1912) ist eine Berliner Architektin. Sie gehört neben Ilse Balg und Vera Meyer-Waldeck zu den wenigen Architektinnen der Nachkriegszeit. Das Neue Bauen und die gute Form haben ihren Stil geprägt. Hilde Weström studierte in Berlin, Dresden und Breslau. 1948 wurde sie als eine der ersten Frauen in Deutschland in den „Bund Deutscher Architekten“ aufgenommen. 1949 gründete sie ihr eigenes Berliner Büro, das sie bis 1981 führte. Die Architektin beteiligte sich an zahlreichen Wettbewerben für Schulen, kirchliche Einrichtungen und Verwaltungsgebäude. In ihrem Schaffensfokus stand der Wohnungsbau, insbes. der soziale Wohnungsbau mit seinen Belangen für die berufstätige Frau und ihre Familie. Weström war Mitglied im Beirat für Wohnungsgestaltung beim Berliner Senat. Ihre Musterentwürfe für ein variables Wohnen, die u.a. in der Sonderausstellung „die stadt von morgen“ 1857 vorgestellt wurden, galten als richtungsweisend in der Baukultur der 1950er Jahre. In der Folgezeit machte sich die Architektin vor allem mit privaten Bauten einen Namen. Hilde Weström lebt in Berlin. Am 31.10.2012 begeht sie ihren 100. Geburtstag, der mit einer Ausstellung in der Berlinischen Galerie gefeiert wird. Berlin-Woman gratuliert!

Hilde Weström zum 100. Geburtstag – „Die zerstörte Stadt war meine Chance“, Berlinische Galerie, Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur, Alte Jakobstraße 124-12810969 Berlin, Mittwoch-Montag 10:00-18:00 Uhr, 8/5 €, jeden ersten Montag im Monat 4 €, bis 25.02.2013

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