Berlin-Women: Lea Grundig

Berlin-Women

Bild: mona-lisa.org

Lea Grundig (1908-1977) ist eine deutsche Grafikerin und Malerin.Sie stammt aus einer jüdisch-orthodoxen Familie. 1922-1924 studierte sie an der Dresdner Akademie für Kunstgewerbe und 1924-26 an der Akademie der Bildenden Künste in Dresden. Sie wurde Meisterschülerin von Otto Gussmann, wo sie in den Kreis um Otto Griebel, Wilhelm Lachnit, Otto Dix und ihren späteren Ehemann Hans Grundig gelangte. 1926 trat sie der KPD bei. Im selben Jahr gründete sie die Dresdner Sektion der Künstlergruppe „Asso“, 2 Jahre darauf heiratete sie. In ihren Grafiken und ihren Zeichnungen kritisierte sie die Machenschaften der Nationalsozialisten massiv. Sie schuf Zyklen zum Thema Krieg, Judenverfolgung und nationalsozialistischer Herrschaft. 1935 erhielt sie Ausstellungsverbot. Mehrere Verhaftungen folgten. 1941 emigrierte Lea Grundig nach Palästina, kehrte 1948 nach Europa und nach Dresden zurück. Dort nahm sie 1950 als erste Frau eine Professur an der Kunstakademie wahr. 1961 wurde sie Mitglied der Akademie der Künste der DDR, 1964-1970 wirkte die überzeugte Sozialistin als Präsidentin des Verbandes Bildender Künstler. 1975 und 76 hatte die preisgekrönte Künstlerin Retrospektiven in Dresden und Berlin. Lea Grundig rief eine Stiftung für herausragende künstlerische, kunstwissenschaftliche und kunstpädagogische Leistungen ins Leben, die 2011 in die Rosa-Luxemburg-Stiftung integriert wurde. Am 10.10. war ihr 35. Todestag.

4 Gedanken zu „Berlin-Women: Lea Grundig

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