Berlin-Women: Isabel Allende

Berlin-Women

Isabel Allende Llona (* 1942) ist eine weltbekannte chilenische Schriftstellerin, Journalistin und Frauenrechtlerin. Bis zum 10. Lebensjahr wuchs die Nichte von Salvador Allende und Großcousine seiner Tochter (ebenfalls Isabel Allende) in dem großen verwinkelten Haus der Großeltern in Santiago auf, dem Vorbild für ihren Bestseller „Das Geisterhaus“. Danach lebte sie mit ihrer Familie in Chile, Bolivien und im Libanon. 1962 heiratete sie den Bauingenieur Michael Frías und arbeitete für den TV-Informationsdienst der Vereinten Nationen. Aus der Ehe gingen 2 Kinder hervor. Nach einer 3jährigen Europareise kehrte Allende 1966 nach Chile zurück, um für die feministische Zeitschrift „Paula“ und andere Zeitungen und Zeitschriften zu schreiben. Auch moderierte sie Fernsehsendungen, verfasste Kinder- und Kurzgeschichten, ein Musical und ein Theaterstück. Infolge des chilenischen Militärputsches ging Allende 1975 nach Venezuela. Ein Brief an ihren verstorbenen Großvater war die Grundlage ihres 1. Romans „Das Geisterhaus“. Ein Welterfolg, der 1993 in Starbesetzung von Bille August verfilmt wurde. Nach ihrer Scheidung heiratete die preisgekrönte Schriftstellerin 1988 den US-Amerikaner Willie Gordon. Ihre Werke, darunter die Bestseller „Von Liebe und Schatten“, „Eva Luna“, „Mein erfundenes Land“ oder „Paula“, wurden 51 Mio. Mal verkauft und in 27 Sprachen übersetzt. Allende gilt als Vertreterin des magischen Realismus und literarische Vermittlerin der lateinamerikanischen Geschichte, Kultur und Politik. Nach eigenen Worten ist sie nicht politisch, ihre Familiengeschichte stünde im Mittelpunkt ihres Schaffens. Isabel Allende ist gerade in Berlin und liest im Rahmen des „12. internationalen literaturfestivals“ aus ihrem neuen Roman „Mayas Tagebuch“.

 

Isabel Allende, Mittwoch, 26.09.2012, 19:00 Uhr im BABYLON, Rosa-Luxemburg-Str. 30, 10178 Berlin

 

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