Berlin-Women: Bianca

Berlin-Women

Antonio del Pollaiuolo, Profilbildnis einer jungen Frau, 1460, Gemäldegalerie Berlin

Um die SMPK-Pläne, die Alten Meister der Berliner Gemäldegalerie zugunsten einer vergrößerten Sammlung des 20. Jahrhunderts einzulagern, wird seit Monaten eine weltweite Debatte geführt. Die Gründer der Gemäldegalerie, Gelehrte, Politiker und über 13.000 Kunstfreund/innen, die einem Aufruf aus den USA folgen, verlangen den verantwortungsvollen Umgang mit einem der größten Schätze Berlins. Mit dieser Serie richtet Berlin-Woman das Augenmerk auf die Künstlerinnen und die Frauenbilder in der Gemäldegalerie. Heute: „Bianca“ von Antonio del Pollaiuolo:   

Die junge Frau, die der Renaissancemaler Antonio del Pollaiuolo um 1460 malte, ist unter dem Namen „Bianca“ bekannt. Es ist ihr Spitzname, der sich auf ihre Hellhäutigkeit und vielleicht auch auf ihr gebleichtes Haar bezieht (bianca: ital. „die Weiße“).  Die Hautblässe, das feine helle Haar und die vorstehende Oberlippe gehörten zum Schönheitsideal der Renaissance. Die Maler halfen auch schon einmal nach. Pollaiuolo stellt „Bianca“ an einer Ballustrade vor blauem Himmel dar, vielleicht auf der Dachterrasse ihres Florentiner Anwesens. Die junge Frau trägt ein eng anliegendes Gewand aus Brokatsamt, der mit einem Granatapfelmotiv dekoriert ist. Das Tragen solcher Kleidung war in der Renaissance streng reglementiert. Die Schöne hat keinen Schmuck. Das zeichnet sie als ledige Tochter aus sehr, sehr reichem Hause aus. Die strenge Kontur gibt dem Portrait etwas scherenschnittartiges. Die Linie spielte in der Malerei der Renaissance eine wichtige Rolle, ihre Klarheit bedeutete Vollkommenheit. Vermutungen bestehen, dass es sich bei Bianca um Lucrezia Landriani (*1440), die Geliebte von Galeazzo Maria Sforza, einem Mailänder Renaissancefürsten handelt.

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Gemäldegalerie SMPK

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2 Gedanken zu „Berlin-Women: Bianca

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