Berlin-Women: Lina Morgenstern

Berlin-Women

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Lina Morgenstern (1830-1909) ist eine Schriftstellerin, Frauenrechtlerin und Sozialaktivistin. Sie stammt aus einer wohlhabenden Familie mit jüdischer Herkunft. Gerade mal 18jährig gründete sie den „Pfennigverein zur Unterstützung armer Schulkinder“. 1854 heiratete sie gegen den Willen ihrer Eltern den Kaufmann Theodor Morgenstern, mit dem sie nach Berlin ging. Das Familieneinkommen bestritt sie mit Kinderbüchern und Übersetzungen. Ihr soziales Engagement war unermesslich. So gründete die 5fache Mutter 1859 gemeinsam mit Adolf Lette den „Berliner-Frauen-Verein zur Beförderung der Fröbel´schen Kindergärten“. Damit wandte sie sich gegen das herrschende Kindergartenverbot und eröffnete 8 Stätten sowie 1 Ausbildungsanstalt für Erzieherinnen. Lina Morgenstern verstand die Kindergärten als Familienvereinigungen, also als eine Frühform der KITAS. 1866 rief sie 10 Berliner Volksküchen ins Leben, wo Mahlzeiten zum Selbstkostenpreis gereicht wurden. Es folgte die Gründung der „Akademie zur Fortbildung junger Damen“, des „Kinderschutzvereins“, des „Berliner Hausfrauenvereins“ und des „Bundes deutscher Frauenvereine“. Auch kümmerte sich die Aktivistin um eine Feldpoststelle und die Versorgung der Verwundeten im Deutsch-Französischen Krieg 1870. Lina Morgenstern gab die „Deutsche Hausfrauenzeitschrift“ heraus und organisierte 1896 den „Internationalen Kongress für Frauenwerke und Frauenbestrebungen“ im Roten Rathaus Berlin. Hier setzte sie sich auch für den Völkerfrieden ein. Sie starb 79jährig, ihr Grab befindet sich auf dem Jüdischen Friedhof in Berlin-Weissensee. Heute tragen eine Straße und eine Gemeinschaftsschule in Berlin ihren Namen.

Ein Gedanke zu „Berlin-Women: Lina Morgenstern

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