Berlin-Women (Berlin-Mistresses): Anne Vallayer-Coster

Berlin-Women

Anne Vallayer-Coster, Stillleben mit Schinken, Flaschen und Radieschen, 1767, Gemäldegalerie SMPK Berlin

Die Alten Meister der Berliner Gemäldegalerie sollen ins Depot. Seit Wochen diskutieren Politiker, die SMPK und die Kunstwelt. Mit einem Aufruf, den aktuell 13.000 Kunstfreund/innen unterschrieben haben, wird eine sinnvolle Lösung gefordert. Bitte nehmt Anteil und schaut mit der Berlin-Woman-Serie auf die tollen Alten Meisterinnen in der Gemäldegalerie. Nr. 5: Anne Vallayer-Coster (1744–1818) ist eine französische Malerin des 18. Jahrhunderts. Schon mit 11 Jahren malte sie aufwendige Portraitkompositionen. Ihre Ausbildung erhielt sie bei ihrem Vater – einem Goldschmied, bei der Kupferstecherin und Malerin Françoise Basseporte und dem Marinemaler Joseph Vernet. Sie spezialisierte sich auf die Stillleben- und Bildnismalerei. 1770 wurde sie im Alter von 26 Jahren zum Mitglied der renommierten Académie Royale de Peinture et de Sculpture in Paris ernannt. Ihre Kunst hatte unter Sammlern und Kunstkolleg/innen großes Ansehen. Auch Marie Antoinette protegierte die hochbegabte Künstlerin, die 1780 zur Hofmalerin berufen wurde. 1781 heiratete sie den Pariser Anwalt und Politiker Jean-Pierre Sylvestre Coster. Nicht nur in der Kunst, auch in der Diplomatie war sie ein Profi. So überstand sie die französische Revolution und die Machtergreifung Napoleons unbeschadet. Anfang des 19. Jahrhunderts stellte sie im Pariser Salon aus. Vallayer-Coster starb 1818 im Alter von 74. Sie hinterließ ein Werk von mehr als 120 brillant gemalten Stillleben, in denen oftmals Pflanzen und Esswaren mit Gegenständen aus hochwertigen Materialien miteinander kombiniert sind.

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Gemäldegalerie SMPK

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