Berlin-Women: Lee Miller

Berlin-Women

Lee Miller, Solarized woman, 1930 (NC0058), ©Lee Miller Archives, England 2012. All rights reserved. www.leemiller.co.uk. Foto: www.hiltawsky.com/aktuell.html

Elizabeth Miller, gen. Lee Miller  (1907-1977) ist eine US-amerikanische Fotografin und Fotojournalistin.  Ihre Arbeiten schrieben Fotogeschichte. Schon früh lernte die Künstlerin fotografieren. Mit 20 arbeitete sie als Fotomodell für Fotografenstars wie Edward Steichen und George Hoyningen-Huenen. In Paris schloss sie sich den Surrealisten an und experimentierte vor allem mit Man Ray zu den Möglichkeiten der Solarisation. Dabei stand Lee Miller vor und hinter der Kamera. U.a. entwickelten sie Werbebilder für die Pariser Elektrizitätswerke CPDE. Nach ihrer Tätigkeit als erfolgreiche Mode- und Portraitfotografin in Paris eröffnete die Künstlerin 1932 ein Studio in New York. 1935 ging es weiter nach Kairo, wo sie den Geschäftsmann Aziz Eloui Bey heiratete und phantastische Aufnahmen der ägyptischen Landschaft und  Baudenkmäler machte. 1937 begegnete die Künstlerim ihrem zukünftigen 2. Ehemann, dem Künstler Roland Penrose, mit dem sie nach London zog. 1944 engagierte die US-Army Lee Miller als Militärkorrespondentin. Sie arbeitete mit dem Time-Life Fotografen David E. Scherman zusammen, mit dem sie auch eine kurze Liaison verband. Miller hielt denkwürdige Geschichtsmomente, wie die Invasion der Alliierten, die Befreiung von Paris, den brennenden Berghof auf dem Obersalzberg und die Befreiung der KZs Buchenwald und Dachau fest. Millers Kriegserfahrungen blieben nicht ohne Folgen. Nach 1945 litt die Mutter eines Sohnes unter psychischen Einschränkungen und arbeitete nur noch sporadisch für „Vogue“ und „Life“. Lee Miller musste als Kind Mißbrauch erleiden, der ihre Kriegsschädigung womöglich noch verstärkte. Aktuell ist eine Auswahl ihrer Bilder in der Berliner Galerie Hiltawsky zu sehen.

Lee Miller. Photographs, Galerie Hiltawsky, Tucholskystraße 41, 10117  Berlin, Mi-Sa, 14:00 bis 18:00 Uhr, bis 06.10.2012

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