Olympia & die Frauen: Die Quote und mehr bei den Olympischen Sommerspielen 2012

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Mutig! Lizzie Armitstead holt Silber und kritisiert Sexismus im Olympia Sport. Foto: facebook

Seit 1 Woche laufen die Olympischen Sommerspiele 2012 in London. 204 Nationen beteiligen sich an 302 Wettbewerben in 26 Sportarten. Das Weltsportereignis setzt Zeichen, auch in punkto Quote und Gleichberechtigung. Erstmals haben alle Länder Frauen entsandt, von 10.500 Athleten sind 4.800 weiblich, das ist fast eine 46 % Quote (vgl. 18 % in Moskau 1980)! Berlin-Woman hat für euch weitere Infos zu Frauen & Olympia zusammengestellt:

  • Es gibt 302 Wettkämpfe, darunter 162 für Männer, 132 für Frauen (43 % Quote), 8 sind gemischt. Erstmals ist das Boxen Olympische Frauendisziplin. 36 Boxerinnen stellen sich in 3 Gewichtsklassen
  • Die Judokämpferin Wojdan Shaherkani und die Läuferin Sarah Attar sind die 1. Olympiasportlerinnen aus Saudi-Arabien
  • Im 15köpfigen IOC sitzen erstmals 3 Frauen (20 % Quote), Claudia Bokel, Nawal el Moutawakel, Gunilla Lindbergh. Die Olympiasiegerin Moutawakel – sie war die 1. Frau im marokkanischen Team 1984 – gilt als Favoritin für die Präsidentschaftsnachfolge von Jacques Rogge 2013. Unter den 109 IOC-Mitgliedern sind 22 weiblich (20 % Quote)
  • 1. Frau bei den Olympischen Spielen war die Schweizerin Helene Pourtales im Jahr 1900. Sie gewann Gold im Segeln

Trotz aller Fortschritte bestimmen immer noch Sexismus und ungleiche Behandlung die Olympia-Szene, wie u.a. die Radrennfahrerin Lizzie Armietstead mutig in der Öffentlichkeit monierte. Nur 0,5 % des kommerziellen Sponsorings landet beim Frauensport, 38 % bei den gemischten Sportarten und 61,1 % bei den Männern. Jacques Rogge hält die 50 % Quote in den Olympischen Spielen zwar für durchsetzbar. Dazu müssten aber noch einige religiöse, gesellschaftliche, politische und finanzielle Hürden genommen werden.

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