Berlin-Women: Pussy Riots

World-Women

Die „Pussy Riots“ sind ein feministisches Punkrock-Kollektiv aus Moskau. Ihr Hintergrund ist die Riot Grrrl Bewegung.  Die Gruppe besteht aus einem Netzwerk mit 10 weiblichen Mitgliedern. Seit Oktober 2011 machen sie weltweit beachtete, künstlerisch-politische Aktionen gegen die totalitäre Politik Wladimir Putins. Ihr Aktionsfeld sind öffentliche Plätze, Metro-Stationen und Events. Sie zeigen sich mit verhülltem Gesicht, bemaltem Oberkörper und in Avantgarde-Kleidung. Ihre Gigs publizieren sie im Web. März 2012 wurden die 3 Mitglieder Nadeschda Tolokonnikova, Maria Aljochina und Jekaterina Samuzewitsch in Untersuchungshaft genommen, nachdem sie am 21.02.2012 ein 1minütiges Punk-Gebet in der Moskauer Christ-Erlöser-Kirche aufführten. Sie riefen die Mutter Gottes an, Putin zu verjagen. Gestern, den 30.07.2012 startete ihr Prozess. Den jungen Frauen – 2 sind Mütter – wird „religiöses Rowdytum“ vorgeworfen. Ihnen droht bis zu 7 Jahren Gefängnis. Bis Januar 2013 sollen sie auf jeden Fall in Untersuchungshaft bleiben. Die Anklage löste eine Debatte über die Meinungsfreiheit in Kunst, Religion und Politik in der russischen Öffentlichkeit aus. Derweil hat Amnesty International die Inhaftierten als politische Gefangene anerkannt. Auch der britische Sänger Sting und die kalifornische Band Red Hot Chilly Peppers kritisieren das Vorgehen des russischen Staates.

Video des Auftritts der Pussy Riots am 21.02.2012
Video über die Pussy Riots

Ein Gedanke zu „Berlin-Women: Pussy Riots

  1. Und es geht weiter. Der Prozessauftakt dauerte 10 Stunden, in denen die inhaftierten Künstlerinnen nichts essen und nicht auf die Toilette gehen durften. Auch ist von Schlafentzug die Rede. Einen Befangenheitsantrag gegen die Richterin Marina Syrowa lehnte diese höchstpersönlich ab. Laut Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Lewada befürworten 33 % der Befragten das Gefängnisurteil, aber mehr als 50 % halten es für unangemessen.

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