Berlin-Helvetia-Woman, No.3: Meret Oppenheim

Berlin-Helvetia-Woman

Anlässlich der aktuellen Ausstellung „Innovationen in der Schweizer Kunst“, die Berlin-Woman mitkuratiert hat, gibt es eine Sonderserie über die Protagonistinnen.  Alle beteiligten Künstlerinnen haben einen Berlin-Schweiz-Bezug. Heute ist es Meret Oppenheim:

Meret Oppenheim (1913–1985) ist eine der Hauptvertreterinnen des Surrealismus und eine gebürtige Berlin-Woman. Im Alter von 16 Jahren entschied sie sich, Künstlerin zu werden und ging nach Paris. Dort lernte sie Hans Arp und Alberto Giacometti kennen, stellte im „Salon des Surindépendants“ aus und wurde in den Kreis um André Breton, Marcel Duchamp und Max Ernst aufgenommen. 1934 fotografierte sie Man Ray für seine Serie „Erotique voilée“, 1936 entstanden die berühmte „Pelztasse: Déjeuner en fourrure“ und „Ma gouvernante – mein Kindermädchen“. 1937 nahm Oppenheim an der „Internationalen Surrealisten-Ausstellung“ teil, eine Schaffenskrise folgte. Die Künstlerin kehrte nach Basel zurück, besuchte die Gewerbeschule, nahm Kontakt zur antifaschichstischen „Gruppe 33“ auf und heiratete 1949 Wolfgang La Roche. Nach ihrem Umzug nach Bern entwarf sie ab 1954 Kostüme und Masken für Picassos Theaterstück „Wie man Wünsche am Schwanz packt“. 1958 begann eine neue intensive Schaffensperiode mit Rückgriffen auf Skizzen, Entwürfe und Ideen der Pariser Zeit. Oppenheim erhielt öffentliche Aufträge und Ehrungen (Kunstpreis der Stadt Basel, 1975; Kunstpreis der Stadt Berlin), hatte in ganz Europa Retrospektiven, nahm 1982 an der „documenta 7“ teil und wurde 1985 zum Mitglied der Akademie der Künste in Berlin ernannt.

Innovationen in der Kunst der Schweiz. Zum 100. Todestag von Clara von Rappard. Clara von Rappard, Marianne von Werefkin, Meret Oppenheim, Leiko Ikemura, Pipilotti Rist, Kunsthaus Interlaken, Jungfraustr. 55, CH-3800 Interlaken, Mi-Sa 15:00-18:00 Uhr, So 11:00-17:00 Uhr, Vernissage 16.06.2012, 17:00 Uhr, Einführung: Dr. Carola Muysers, Musik: „duelles“, 16.06.-19.08.2012

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