Berlin-Helvetia-Woman, No. 2: Marianne Werefkin

Berlin-Helvetia-Woman

Anlässlich der aktuellen Ausstellung „Innovationen in der Schweizer Kunst“, die Berlin-Woman mitkuratiert hat, gibt es eine Sonderserie über die Protagonistinnen.  Alle beteiligten Künstlerinnen haben einen Berlin-Schweiz-Bezug. Heute ist es Marianne Werefkin:

Marianne von Werefkin (1860 –1983) ist eine russische Malerin und Avantgardistin. 1880 nimmt sie Privatunterricht beim berühmten „Wandermaler“ Ilja Repin und setzt ihr Studium bei Illarion Michailowitsch Prjanischnikow fort. Bald entsteht ihre 1. künstlerisch bedeutende Werkphase. 1891 lernt sie den Maler Alexej von Jawlensky, mit dem sie bis 1921 eine Beziehung eingeht. 1896 siedelt das Paar nach München über, wo sie  den „rosafarbenen Salon“, einem Treffpunkt der Avantgarde gründen. Aus ihm gehen die „Neue Künstlervereinigung München“ und der „Blaue Reiter“ mit  Kandinsky, Gabriele Münter und Franz Marc hervor. Nach einer 10jährigen Malpause wendet sich Werefkin 1906 wieder der eigenen Kunst und dem Expressionismus zu. Der Wechsel ist fulminant. Die Malerin befreundet sich mit Cuno Amiet und Paul Klee, sie lernt Matisse kennen. Zusammen mit Kandinsky, Münter und Jawlensky bringt sie den „blauen Reiter“ künstlerisch und theoretisch voran und stellt u.a. im „Sturm“ bei Herwarth Walden und der „Neuen Sezession“ in Berlin aus. 1914 emigriert sie in die Schweiz und zieht 1919 nach Ascona. Sie trennt sich von Jawlensky, es folgt eine 3. künstlerische Werkphase, in der Werefkin den Expressionismus unter dem Einfluß des Japonismus und des russischen Primitivismus weiterentwickelt.

Innovationen in der Kunst der Schweiz. Zum 100. Todestag von Clara von Rappard. Clara von Rappard, Marianne von Werefkin, Meret Oppenheim, Leiko Ikemura, Pipilotti Rist, Kunsthaus Interlaken, Jungfraustr. 55, CH-3800 Interlaken, Mi-Sa 15:00-18:00 Uhr, So 11:00-17:00 Uhr, Vernissage 16.06.2012, 17:00 Uhr, Einführung: Dr. Carola Muysers, Musik: „duelles“, 16.06.-19.08.2012

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