Berlin-Women: Hanna Nagel

Berlin-Women

Foto: www.fembio.de

Hanna Nagel (1907-1975) ist eine deutsche Grafikerin, Illustratorin und Malerin der Neuen Sachlichkeit. Früh wurde ihre künstlerische Begabung erkannt und gefördert. Nach einer Buchbinderlehre studierte sie ab 1925 an der Landeskunstschule Karlsruhe u.a. bei Karl Hubbuch und ab 1930 an den Vereinten Staatsschulen für Kunst und Angewandte Kunst in Berlin, u.a. bei Emil Orlik. Sie schloß als Meisterschülerin ab, heiratete den Künstler Hans Fischer und lebte mit ihm 1933-1936 in Rom, wo sie ein Kunststipendium der Villa Massimo hatte. Im Mittelpunkt ihres Schaffens stehen die Geschlechterrollen, die die Künstlerin kritisch beleuchtete und sich damit in Widerspruch zum nationalsozialistischen  Kunst- und Kulturbetrieb brachte. Nach dem Zweiten Weltkrieg trennte sich Nagel von ihrem Partner und ging mit der Tochter nach Heidelberg. Dort arbeitete sie als Illustratorin und Dozentin. Am 10.06.2012 ist ihr 105. Geburtstag. Hanna Nagel war von der Existenz einer professionellen Frauenkunst überzeugt:

So verschieden eine Frau von einem Mann ist, so verschieden sind auch die Äußerungen der Seele. Entsprechend ist Frauenkunst etwas völlig anderes als Männerkunst. Meinen Blättern soll man ansehen, daß sie von einer Frau herrühren. Es gibt ja doch nur verschwindend wenige Frauen, die künstlerisch zu einer wirklichen Aussage gelangen -einer Aussage, die so persönlich ist, daß man in der Schöpfung die Frau erkennt“.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.