Diva & Heldin: Frauenbilder in Ost und West

Berlin-Mitte

Elvira Bach, Foto: www.volkswagenag.com

1990 gab es in Ostdeutschland 34% promovierte, 13% habilitierte Frauen, 9% Dozentinnen und 5 % Professorinnen. In Westdeutschland waren 26% Frauen promoviert, 8 % habilitiert und 5 % Professorinnen. War die DDR emanzipierter? Eine Antwort gibt die spannende Ausstellung „Diva & Heldin“ im Automobilforum Unter den Linden:

86 Gemälde und Skulpturen von Künstler/innen aus Ost und West von 1950-1990 widmen sich dem Thema „Frau„. Elvira Bach, Nuria Quevedo, Miriam Munsky, Gudrun Brüne u.a. stellen Frauen jeglichen Alters und jeglicher Gesellschaftsschicht dar. Tatsächlich herrscht zwischen den Ost- und Westbildern ein himmelweiter Unterschied. Die „Westlerinnen“ präsentieren sich in ihrer mütterlichen, ihrer erotischen und verinnerlichten Rolle. Die „Ostlerinnen“ zeigen sich dagegen selbstbewusst bei der Arbeit, im Gespräch, beim Rauchen oder Malen.  Kein Wunder, denn die BRD verabschiedete zwar 1958 das Gesetz der Gleichberechtigung, 1980 aber erst die Gleichbehandlung am Arbeitsplatz. In der DDR waren das politische Grundmaxime. Um Anerkennung mussten sich die Künstlerinnen allerdings auf beiden Seiten der Mauer gleichermaßen bemühen.  Im Spiegel der Kunst von „Diva & Heldin“ wird die Bedeutung der professionellen und gesellschaftlichen Anerkennung der Frau noch einmal deutlich. Und dass es sich lohnt, auch weiterhin dafür zu kämpfen!

Diva & Heldin, Frauenbilder in Ost und West, Automobilforum Unter den Linden, Unter den Linden 21, 10117 Berlin, tlg. 10:00-20:00 Uhr, Eintritt frei, bis 24.06.2012

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