Weekend mit Berlin-Woman: Charleston

die blaue Stunde

Foto: Viceland.com

„Der Torso zittert, dazu die Bewegungen der Hüften, Schenkel und Hinterbacken. Auch die Hände sind aktiv, sie berühren alle Teile des Körpers wie in Ekstase. Dazu kommen die abwechselnden X- und O-Beine, damit verbunden die nach außen und innen gedrehten Knie und Füße …“ Nein, so beginnt nicht die nächste Sonntagserzählung auf Berlin-Woman. Das Zitat stammt aus einer Tanzbeschreibung von 1925, 2 Jahre, nachdem der Charleston-Tanz aufkam.

Der Charleston geht auf das gleichnamige Jazzstück von James P. Johnson zurück, das er 1923 für das Musical „Running Wild“ komponierte. Das Stück wurde nach der Hafenstadt „Charleston“ in South Carolina benannt. In Windeseile verbreitete sich der Charleston in den USA, wo er zuerst von Afrokamerikanern und dann als „weißer Gesellschaftstanz“ in Frauenbars getanzt wurde. Josefine Baker brachte ihn nach Europa und Berlin. Mit 50-75 Takten ist der Charleston ein schneller Tanz, der eine gute Koordination von Hirn, Herz, Armen und Beinen verlangt. Er kann solo, zu zweit oder in Gruppen getanzt werden und macht so richtig Spaß, wie uns das Video von „I Charleston in Berlin“ zeigt.  Heute wird der Charleston an den Tanzschulen als „Swing“ unterrichtet.

I Charleston in Berlin

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